Dienstag, 27. November 2012

Mein Motto für den Monat Dezember 2012: JETZT !

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Die Beste Zeit einen Baum zu pflanzen war
vor 20 Jahren.
Die nächstbeste Zeit ist JETZT !

afrikanisches Sprichwort

Dieses schöne Zitat verdanke ich der Einladung zur Feier des zwanzigjährigen Jubiläums der Einführung von Streetwork in meiner Heimatstadt. Leider konnte ich daran nicht  teilnehmen, ehre die getane Arbeit aber durch das Zitieren dieses ermutigenden Mottos auf der Einladungskarte!

Freitag, 9. November 2012

Mein Motto für den Monat November 2012: Was bleibt


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In diesem Sinne eines "Neustarts" will ich mich nicht mit vielen "Nacharbeitungen" aufhalten, lasse einfach ein paar Monate aus der Systematik ausfallen und beginne mit dem laufenden Monat neu!

Das folgende Zitat verdanke ich meiner Frau, die mir ein älteres GEO-Heft mit einer wunderbaren Bilddokumentation zum Thema "Freundschaft, Glück, Geborgenheit" zeigte. Aus dem Begleittext von James McBride der folgende kurze Auszug!


Irgendwann müssen wir alle aus diesem Leben scheiden. Ob wir dann das Gefühl haben, in diesem Leben erfolgreich gewesen zu sein, hängt nicht davon ab, was wir der Welt durch unseren Beruf gegeben haben, sondern wie viel Zuneigung und Liebe wir nach unserem Tod zurücklassen. Wärme, Freundschaft, Geborgenheit zu geben: Das ist der demokratischste Akt überhaupt. [...]  

Das ist es, woran wahre Größe gemessen wird. Das ist die wahre Freiheit.



Gefunden in: James McBride: Freundschaft. Glück. Geborgenheit. – In: GEO 11/November 2001. S. 18 – 42. Zitat S. 42. [Über das M.I.L.K. – Fotoprojekt „Moments of Intimacy, Laughter and Kinship“]


In eigener Sache: Neustart

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Mein letzter Eintrag liegt schon eine Weile zurück. Das ist schade, denn mein blog war immer ein hervorragendes Medium, mir selbst meine Meinungen und Interessen zu verdeutlichen und anderen mitzuteilen. An diese guten Erfahrungen möchte ich heute anknüpfen und einen "Neustart" versuchen, "Perlen" aus der Flut von interessantem Material aussuchen und von Zeit zu Zeit veröffentlichen.

Ich habe mich über die vielen Leser gefreut, die mich auch in meiner "Ruhephase" auf meinem blog besucht haben. Danke!

Montag, 2. Juli 2012

Mein Motto für den Monat Juli 2012: wirkliche Hilfe

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Ein Tropfen Hilfe ist besser
als ein Ozean voll Sympathie.

Kalenderspruch

gefunden in einem kleinen Büchlein "Von Herzen Dank" aus dem Coppenrath-Vlg.

Donnerstag, 28. Juni 2012

Lieblingszitate CLXVIII: Nein!

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Nichts ist schwieriger zu ertragen, und nichts erfordert mehr Charakter, als sich im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen:
Nein!

Kurt Tucholski

Bemerkenswert der Fundort für dieses Zitat! Es stand im STERN 40/2011 v. 29.9.11 in dem Artikel "Erschöpft und ausgebrannt" über Burnout-Kranke in unserem Lande. Klar, nur wer aufgrund seines Zustandes bereit ist, zu den üblichen Leistungsanforderungen unserer Gesellschaft Nein zu sagen und einen anderen Weg zu versuchen, hat eine Chance auf einen echten Neuanfang. Wahrscheinlich hat Tucholski es seinerzeit etwas politischer gemeint, aber auch sich dem üblichen Selbstausbeutungstrend zu widersetzen und andere Werte anzustreben, ist zunächst zwar ein sehr individueller Weg, der aber von zunehmend mehr Menschen gegangen wird und dadurch vielleicht auch etwas für die Allgemeinheit ändert. 

Samstag, 9. Juni 2012

Ein Mensch wird 70 - Anregungen von Eugen Roth


Meine Cousine, in diesem Jahr 70 geworden, schickte mir dieses launige Zitat von Eugen Roth, das sie im Deutschlandfunk am 8.6.2012 gehört hatte. Mir fehlen da zwar noch ein paar Jahre, aber ich kann mich bestens einfühlen und bin offen für alle wichtigen Mitteilungen, die mich auf das vorbereiten, was mir bevorsteht. Deshalb möchte ich Eugen Roth heute in meinen blog setzen. 
 

24. Januar 1965: Der Schriftsteller Eugen Roth anlässlich seines 70. Geburtstages im DLF:

Eugen Roth: 

Ein Mensch hat's nunmehr Schwarz auf Weiß,
dass er als Siebziger ein Greis.
Ihm selber scheint es wie ein Traum,
war er doch eben 60 kaum!
Zum Glück ist er so weit gesund
und hätt' drum keinen Klagegrund,
stünd's nicht seit der Antike fest:
Senectus ipsa morbus est.
Wenn andere tiefere Gedanken 
um ihre Jubeljahre ranken 
und, was besonders heute häufig, 
sich wichtig nehmen lebensläufig, 
so macht's der Mensch auch am Geburts- 
wie sonst an anderen Tagen kurz: 
Er grüßt, auch wenn er's oft nicht ist, 
die Leserschaft als Humorist. 
Sie ist's, die ihm das Beste bot, 
ihr dankt von Herzen Eugen Roth!

(Quelle: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/sendezeichen/1773852/)

Montag, 4. Juni 2012

Arabische Revolution: Ende eines Traums?

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Zu diesem herausragenden Thema des letzten Zeitabschnitts habe ich im Publik-Forum 4/2012 v. 24.2.2012 einen hervorragenden und ermutigen Essay des Publizisten Hamed Abded-Samad unter der obigen Überschrift gefunden.

Er stellt die dortigen Ereignisse in einen größeren Zeitrahmen und zieht weltgeschichtliche Parallelen mit anderen Revolutionen, die sich z.T. erst Jahrzehnte später zu ursprünglich angestrebten Zielsetzungen nach langen Irrwegen und Rückfällen geführt haben, wie z.B. die Französische Revolution von 1789 und die deutschen Versuche von 1848.

Bitter für die "Leute der ersten Stunde" dürfte dabei aber immer sein, dass ohne ihr Engagement und ihren Mut in manchmal lebensgefährlichen Situationen nichts in die Gänge gekommen wäre, dass sie aber nach ersten Erfolgen oft von der breiten Bevölkerungsmehrheit wieder "weggefegt" wurden bis hin zur Einfluss- oder sogar Bedeutungslosigkeit. So geschehen in den neuen Bundesländern nach 1989, als sich die Aktivisten des Umbruchs nach den ersten Wahlen nur noch in Splitterparteien wiederfanden, während die große Mehrheit den Kohlschen Versprechungen glaubte und keine eigenständigen Veränderungen wünschte. Ähnlich - wenn auch unter sonst wahrscheinlich in keiner Weise vergleichbaren Bedingungen - muss es den mutigen Menschen in Ägypten ergangen sein, die den Untergang der alten Herrschaft ertrotzt haben und sich jetzt von den Muslimbrüdern regiert sehen.

Da sind dann die Ausführungen von Hamed Abdel-Samad sehr ermutigend, aus denen ich hier zitieren möchte:

[...]

Gescheitert? Ein Jahr nach Beginn der Arabischen Revolution ist kein Land der Region da, wo es sich die Bevölkerung gewünscht hätte. [...] Und in Ägypten scheinen die Menschen eine Form der Bevormundung gegen eine andere getauscht zu haben. Dort herrschen die Islamisten über das Parlament und der Militärrat über die Ressourcen des Landes. Die Jugend der Revolution bleibt außen vor. [...]

Und dennoch ist es voreilig, von einem Scheitern der Revolution zu reden. Denn die jungen Menschen, die diese Revolution initiiert haben, sind, auch wenn sie nicht die Mehrheit der arabischen Bevölkerung ausmachen, sehr stark und aktiv. Ihnen fehlen nur die Strukturen und die politischen Erfahrungen. [...]

Selbstverständlich ist die Islamisierung in Ägypten und Nordafrika beunruhigend, nur hat sie nicht das letzte Wort. Ich sehe sie als einen Umweg auf dem Weg zur Demokratisierung. [...]

Das politische Erdbeben in Arabien hat einen innerarabischen Kampf der Kulturen zustande gebracht: zwischen Facebook und Kamel,zwischen der Demokratiebewegung und der Militärherrschaft, zwischen Liberalen und Islamisten. Dieser Kampf kann zerstörerisch, aber auch fruchtbar sein. In beiden Fällen ist er unvermeidbar. Er pflügt die versteinerte Erde und bringt alles hervor, was unter der Decke der Diktatur versteckt war: die Kreativität der jungen Menschen und den Mut der Frauen, aber auch die Krankheiten der arabischen Welt, die nun ausbrechen - Intoleranz, Gewalt, Fanatismus und die politische und wirtschaftliche Planlosigkeit.

[...] Revolutionen sind weder gut noch schlecht an sich. Sie sind keine Lösungen für die Krankheiten einer Gesellschaft, sondern Motoren der Geschichte. Sie zerstören viel und verändern viel - jenseits der Erwartungen der Revolutionäre und der Konterrevolutionäre. So bleibt das erste Jahr der Arabischen Revolution nur die Eröffnungsszene in einem langen Schauspiel. [...]


Möge er recht behalten!