.
Diese Bücher habe ich u.a. in der letzten Zeit entdeckt. Ich finde ihre Themen sehr aufschlussreich und möchte mich in Kürze genauer mit ihnen beschäftigen:
Klaus Lindner: Anfang und Ende der Welt. Eine Geschichte des Kosmos. - Leipzig u.a.: Urania 1995.
Das ist dann ja schon fast ein antiquarischer Titel! Ich habe länger nach einer derartigen Darstellung gesucht, die eine Einordnung ermöglicht, wie besonders und kurzfristig unsere menschliche Kultur in der Weltgeschichte angesiedelt ist, unsere Erde als Nußschale im Kosmos, in der wir alle nur eine winzige Zeitspanne verbringen dürfen! Eine Mahnung zur Bescheidenheit, ein Aufruf zur Solidarität aller Menschen aller Zeitspannen aufgrund ihrer nur so kurzen Existenz und eine Mahnung an alle Despoten und "Menschheitsbeglücker", die ihre tatsächliche Bedeutung über alle Maßen überschätzen!
Carel van Schaik und Kai Michel: Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät. - Reinbek: Rowohlt Taschenbuch Vlg. 4. Aufl. 2018. (= rororo 63 133).
Dies ist kein religiöses Buch im üblichen Sinn! Es ist der Versuch, die Erzählungen der Bibel zu deuten als Grundlage für eine Betrachtung der Evolution der Natur und Kultur des Homo sapiens.
Steven Levitsky und Daniel Ziblatt: Wie Demokratien sterben. Und was wir dagegen tun können. - München: DVA 2018.
Ein mich beängstigendes Thema! Angesichts der politischen Verwerfungen in der Welt und der gewaltigen Aufmerksamkeit für rechte Themen allerorts in den Medien scheint aber die lange Jahre so friedliche Entwicklung bei uns nach der Wende nachhaltig gestört bzw. abgebrochen, eine Tatsache, die ich lange nicht wahrhaben wollte.
Samstag, 13. April 2019
Freitag, 8. März 2019
Was Jeremias Gotthelf über die Liebe wusste
.
In einem Abreißkalender für tägliche Zitate habe ich den folgenden schönen Fund über die Liebe gemacht. Auch die Alten wussten schon Bescheid!
In einem Abreißkalender für tägliche Zitate habe ich den folgenden schönen Fund über die Liebe gemacht. Auch die Alten wussten schon Bescheid!
Es ist mit der Liebe
wie mit den Pflanzen:
Wer Liebe ernten will,
muss Liebe säen.
Jeremias Gotthelf
Über Jeremias Gotthelf steht dann noch weiterhin, dass er eigentlich Albert Bitzius hieß, von 1797 bis 1854 lebte und in der Schweiz Pfarrer und Schriftsteller war.
Donnerstag, 7. März 2019
Die Luft wird dünner ...
.
Es gab schon immer Todesanzeigen in der Zeitung und Nachrufe auf verstorbene Persönlichkeiten aus Politik, Literatur und allen möglichen kulturellen Bereichen.
Früher habe ich mich allerdings nicht sonderlich dafür interessiert, aber das hat sich grundsätzlich gewandelt. Mittlerweile sind nämlich vom Lebensalter all die Jahrgänge "dran", die in meiner Jugend und Studentenzeit meine "Gewährsleute" waren und mich seitdem mit ihren Ansichten und Werken begleitet haben. Und nun verlassen sie mich plötzlich und hinterlassen eine Leerstelle in meinem geistigen Umfeld. Gerade diese "Alten" waren prägend für mich. Ich habe dann versäumt, mir weiterhin neue geistige Freunde zu suchen, denn Jüngere habe ich mir viel weniger zu eigen gemacht und in meinem Gedächtnis "eingegraben", also mich nie wieder so leicht auf Botschaften und Werke eingelassen. So erlebe ich jetzt einerseits einen Verlust, denn ein Stück vertrauter Welt verschwindet, in der ich mich zu Hause gefühlt habe, gleichzeitig zeigt es mir aber auch an, wie alt ich mittlerweile doch schon geworden bin.
In diesem Sinne, schon etwas länger zurückliegend, möchte ich an Peter Härtling erinnern, der 2017 gestorben ist. Seine wunderbaren Kinderbücher und seine Texte für Erwachsene haben mich tief beeindruckt und sehr bereichert. Ich denke da insbesondere an die "Nachgetragene Liebe", seine späte Annäherung an seinen früh verstorbenen Vater.
Und ganz aktuell aus neuester Zeit ist mir in Erinnerung, dass Tomi Ungerer gestorben ist, der Illustrator und Schöpfer "frecher Bilder". Weitere werden folgen, es ist der Lauf der Welt ...
Es gab schon immer Todesanzeigen in der Zeitung und Nachrufe auf verstorbene Persönlichkeiten aus Politik, Literatur und allen möglichen kulturellen Bereichen.
Früher habe ich mich allerdings nicht sonderlich dafür interessiert, aber das hat sich grundsätzlich gewandelt. Mittlerweile sind nämlich vom Lebensalter all die Jahrgänge "dran", die in meiner Jugend und Studentenzeit meine "Gewährsleute" waren und mich seitdem mit ihren Ansichten und Werken begleitet haben. Und nun verlassen sie mich plötzlich und hinterlassen eine Leerstelle in meinem geistigen Umfeld. Gerade diese "Alten" waren prägend für mich. Ich habe dann versäumt, mir weiterhin neue geistige Freunde zu suchen, denn Jüngere habe ich mir viel weniger zu eigen gemacht und in meinem Gedächtnis "eingegraben", also mich nie wieder so leicht auf Botschaften und Werke eingelassen. So erlebe ich jetzt einerseits einen Verlust, denn ein Stück vertrauter Welt verschwindet, in der ich mich zu Hause gefühlt habe, gleichzeitig zeigt es mir aber auch an, wie alt ich mittlerweile doch schon geworden bin.
In diesem Sinne, schon etwas länger zurückliegend, möchte ich an Peter Härtling erinnern, der 2017 gestorben ist. Seine wunderbaren Kinderbücher und seine Texte für Erwachsene haben mich tief beeindruckt und sehr bereichert. Ich denke da insbesondere an die "Nachgetragene Liebe", seine späte Annäherung an seinen früh verstorbenen Vater.
Und ganz aktuell aus neuester Zeit ist mir in Erinnerung, dass Tomi Ungerer gestorben ist, der Illustrator und Schöpfer "frecher Bilder". Weitere werden folgen, es ist der Lauf der Welt ...
Labels:
Altern,
Tod und Sterben und Trauerarbeit
Dienstag, 5. Februar 2019
Worte
.
Worte können Mauern sein
oder Fenster.
Dieses Zitat verdanke ich Marshall B. Rosenberg (1934 - 2015).
Ich habe es gefunden als "Schlussstein" im Publik-Forum 17/2018.
Samstag, 2. Februar 2019
Mascha Kalékos Aktualität
.
Meine Frau zeigte mir das folgende Gedicht von Mascha Kaléko, das mich sehr beeindruckt hat. In der Gedichtausgabe findet sich keine Zeitangabe außer der Kapitelüberschrift "im Exil". Da Mascha Kaléko Deutschland 1938 verlassen hat, beziehen sich ihre Aussagen natürlich auf Nazi-Deutschland und die damaligen Schrecknisse. Aber wie viel davon könnte man auch heute in unserer Umwelt finden!
Meine Frau zeigte mir das folgende Gedicht von Mascha Kaléko, das mich sehr beeindruckt hat. In der Gedichtausgabe findet sich keine Zeitangabe außer der Kapitelüberschrift "im Exil". Da Mascha Kaléko Deutschland 1938 verlassen hat, beziehen sich ihre Aussagen natürlich auf Nazi-Deutschland und die damaligen Schrecknisse. Aber wie viel davon könnte man auch heute in unserer Umwelt finden!
Zeitgemäße Ansprache
Wie kommt es nur, daß wir noch lachen,
Daß uns noch freuen Brot und Wein,
Daß wir die Nächte nicht durchwachen,
Verfolgt von tausend Hilfeschrein.
Habt ihr die Zeitung nicht gelesen,
Saht ihr des Grauens Abbild nicht?
Wer kann, als wäre nichts gewesen,
In Frieden nachgehn seiner Pflicht?
Klopft nicht der Schrecken an das Fenster,
Rast nicht der Wahnsinn durch die Welt,
Siehst du nicht stündlich die Gespenster
Vom blutigroten Trümmerfeld -?
Des Tags, im wohldurchheizten Raume:
Ein frierend Kind aus Hungerland,
Des Nachts, im atemlosen Traume:
Ein Anlitz, das du einst gekannt.
Wie kommt es nur, daß du am Morgen
Dies alles abtust wie ein Kleid
Und wieder trägst die kleinen Sorgen,
Die kleinen Freuden, tagbereit.
Die Klugen lächeln leicht ironisch:
Ca c'est la vie. Des Lebens Sinn.
Denn ihre Sorge heißt, lakonisch:
Wo gehn wir heute abend hin?
Und nur der Toren Herz wird weise:
Sieh, auch der große Mensch ist klein.
Ihr lauten Lärmer, leise, leise,
Und laßt uns sehr bescheiden sein.
(zitiert aus: Mascha Kaléko: In meinen Träumen läutet es Sturm. Gedichte und Epigramme aus dem Nachlaß. - dtv Bd. 1294. 30. Aufl. der Taschenbuchausgabe 2011. S. 37 - 38)
Freitag, 11. Januar 2019
Ein Schock ...
...
Es ist allen von uns mehr als vertraut, dass die Welt sehr unfriedlich ist; Kriege und große Konflikte sind allgegenwärtig, in allen Zeitungen und in allen Nachrichtensendungen.
Auch bei uns in Deutschland sind härtere Zeiten ausgebrochen. Politische Diskussionen haben an Schärfe zugenommen, radikalisierte Stellungnahmen in sozialen Medien ohnehin; Übergriffe und heftige Proteste gegen "die Anderen" sind leider fast schon alltäglich.
Aber wir leben doch seit Jahrzehnten auf einer "Insel des Friedens" hier bei uns in Deutschland. Vom Thema "Kriegsgefahr" sind wir seit dem Ende des Kalten Krieges immer verschont geblieben.
Hilfe, in welcher Welt leben wir plötzlich! Vor wenigen Jahren noch hätte ich einen solchen Artikel für undenkbar gehalten. Es wird immer gesagt, alte Menschen lebten in der Vergangenheit. Ich fand mich da immer noch recht "up to date", aber diese markanten Einbrüche in mein bisheriges Leben fordern mich doch hart.
Es ist allen von uns mehr als vertraut, dass die Welt sehr unfriedlich ist; Kriege und große Konflikte sind allgegenwärtig, in allen Zeitungen und in allen Nachrichtensendungen.
Auch bei uns in Deutschland sind härtere Zeiten ausgebrochen. Politische Diskussionen haben an Schärfe zugenommen, radikalisierte Stellungnahmen in sozialen Medien ohnehin; Übergriffe und heftige Proteste gegen "die Anderen" sind leider fast schon alltäglich.
Aber wir leben doch seit Jahrzehnten auf einer "Insel des Friedens" hier bei uns in Deutschland. Vom Thema "Kriegsgefahr" sind wir seit dem Ende des Kalten Krieges immer verschont geblieben.
Um so mehr habe ich es als Schock und Kulturbruch erlebt, als ich in der MOZ vom 5. Dezember 2018 den folgenden Artikel von Stefan Kegel fand: "Bedingt geschützt. Verrottete Bunker, Ärztemangel, Privatisierungen - auf einen Kriegsfall wäre die Bevölkerung kaum vorbereitet".
Dazu noch Tipps für anzulegende Notvorräte seitens des Bundesamts für Katastrophenschutz, griffbereite Dokumente und Hausapotheke sowie Hygieneartikel und zum "guten" Schluss noch der Hinweis auf Warn-Apps für das Handy ...Hilfe, in welcher Welt leben wir plötzlich! Vor wenigen Jahren noch hätte ich einen solchen Artikel für undenkbar gehalten. Es wird immer gesagt, alte Menschen lebten in der Vergangenheit. Ich fand mich da immer noch recht "up to date", aber diese markanten Einbrüche in mein bisheriges Leben fordern mich doch hart.
Sonntag, 6. Januar 2019
Gruß zum Jahresbeginn 2019
.
Ich grüße alle Besucherinnen und Besucher meines blogs zum Jahresbeginn 2019!
Ich, ein zwischenzeitlich noch mehr ergrauter "Dinosaurier" mit markanten alterstypischen Verschleißerscheinungen, unter anderem einer bemerkenswerten Vergesslichkeit, habe ich doch in den letzten Monaten das Bloggen fast ganz vergessen, wie schade! Dabei habe ich genügend mehr oder weniger kluge Einfälle, die ich zum Besten gegen könnte... Ich will mich bessern.
Das ist mein Wunsch an mich selbst. Mit meinen Wünschen, allgemeiner gehalten, sieht es allerdings viel schwieriger aus. Bei der betrüblichen Weltlage überall um uns herum ist es ja schon ein positiver Wunsch für 2019, dass das Niveau von 2018 bestehen bleiben möge und nicht alles noch schlimmer werde. Dabei ist die Welt ungeheuer bedürftig, mehr Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit, Anteilnahme und Unterstützung zu erleben, vom Wirken von Vernunft und verantwortungsvollen Planungen und realen Projekten für das Überleben der nächsten Generationen ganz zu schweigen.
Das Internet hat sich in den letzten Monaten zu einem Kampffeld von radikalen und menschenunwürdigen Aussagen entwickelt, die zudem nicht selten nur der Fantasie ihrer Verfasser entspringen. Statt diesen geistigen Verfall nur leidend zu beklagen, kann ich ja einige bits mit anderen Aussagen füllen. Wie sagte noch Erich Kästner:
Ich grüße alle Besucherinnen und Besucher meines blogs zum Jahresbeginn 2019!
Ich, ein zwischenzeitlich noch mehr ergrauter "Dinosaurier" mit markanten alterstypischen Verschleißerscheinungen, unter anderem einer bemerkenswerten Vergesslichkeit, habe ich doch in den letzten Monaten das Bloggen fast ganz vergessen, wie schade! Dabei habe ich genügend mehr oder weniger kluge Einfälle, die ich zum Besten gegen könnte... Ich will mich bessern.
Das ist mein Wunsch an mich selbst. Mit meinen Wünschen, allgemeiner gehalten, sieht es allerdings viel schwieriger aus. Bei der betrüblichen Weltlage überall um uns herum ist es ja schon ein positiver Wunsch für 2019, dass das Niveau von 2018 bestehen bleiben möge und nicht alles noch schlimmer werde. Dabei ist die Welt ungeheuer bedürftig, mehr Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit, Anteilnahme und Unterstützung zu erleben, vom Wirken von Vernunft und verantwortungsvollen Planungen und realen Projekten für das Überleben der nächsten Generationen ganz zu schweigen.
Das Internet hat sich in den letzten Monaten zu einem Kampffeld von radikalen und menschenunwürdigen Aussagen entwickelt, die zudem nicht selten nur der Fantasie ihrer Verfasser entspringen. Statt diesen geistigen Verfall nur leidend zu beklagen, kann ich ja einige bits mit anderen Aussagen füllen. Wie sagte noch Erich Kästner:
[...]
War Dein Plan nicht: irgendwie
alle Menschen gut zu machen?
Morgen wirst Du drüber lachen.
Aber bessern kann man sie.
Ja, die Bösen und Beschränkten
sind die Meisten und die Stärkern.
Aber spiel nicht den Gekränkten.
Bleib am Leben, sie zu ärgern!
Abonnieren
Posts (Atom)