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Dienstag, 1. Juli 2014

Neues Label Inklusion/Integration


Ich bin dabei, mich durch meine alten Texte "hindurchzuwühlen" und mir wieder einen Überblick über meine bisherigen "Taten" zu verschaffen. Manches Ältere würde ich jetzt ändern, insbesondere die Labels, die ich damals vergeben habe. So habe ich jetzt die Kategorie "Inklusion/Integration" neu eingeführt, dafür den "Förderschulenstreit" und die "Integrationsdebatte" gestrichen. Inklusion ist weiterhin ein gesellschaftliches Reizthema und noch lange nicht in eindeutigen Bahnen, damit zusammenhängend auch die leidige (und von den Politikern, zumindestens hier in Brandenburg, bis nach den Landtagswahlen aufgeschobene) Frage, wie die Zukunft der Allgemeinen Förderschulen aussieht. Da dies die Schule meines Sohnes Paul Jakob betrifft, die er gerne noch vier Jahre lang besuchen möchte, werde ich hier wohl noch häufiger Gelegenheit haben, meine Anmerkungen zum Thema zu veröffentlichen. 

Donnerstag, 17. Mai 2012

Leserbrief "Es kreißte der Berg und gebar eine Maus ..."

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Bedingt durch den Schulbesuch meines kleinen  Sohnes Paul Jakob verfolge ich nun schon seit geraumer Zeit das Thema "Inklusion" in Brandenburg, denn seine Allgemeine Förderschule stand lange Zeit auf der Schließungsliste des Ministeriums. Nach vielen Protesten im Lande wird jetzt eine weniger direkte Strategie verfolgt und erst einmal in einem Pilotprojekt ausprobiert, ob normale Grundschulen mit verbesserter Ausstattung überhaupt in der Lage sind, inklusiv zu arbeiten und behinderten Kindern gerecht zu werden. Mißtrauisch geworden, verfolge ich aber alle Schritte im Lande kritisch und hinterfrage sie.

Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich nämlich manch Versprechen als "Bohren eines dünnen Brettes", so denke ich leider auch über die aktuellen Ereignisse:

Zunächst möchte ich einen Artikel der MOZ v. 29.4.2012 zitieren, der über die Wahl einer Schule meiner Heimatstadt Fürstenwalde in den Kreis der Pilotschulen in Brandenburg berichtet:

Gemeinsam lernen

Fürstenwalde (IsI) Die Sonnengrundschule nimmt Teil am Pilotprojekt "Schule für alle" des Brandenburger Bildungsministeriums. [...] 84 Schulen im ganzen Land, elf davon in Oder-Spree, erproben im kommenden Schuljahr den Ausbau inklusiver Bildungsangebote. An den Pilotschulen lernen Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam. Pro Klasse werden maximal 23 Schüler unterrichtet. Im Rahmen des Projektes werden insgesamt  rund 100 zusätzliche Lehrer bereitgestellt.

Das hat mich nicht ruhen lassen, folgenden Leserbrief an die MOZ am 1.5.2012 zu richten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie berichten vom Erfolg der "Sonnengrundschule", am Pilotprojekt "Schule für alle" teilnehmen zu dürfen. Nach den heftigen Protesten gegen die Inklusions-Planungen  des Ministeriums (Schließung der Allgemeinen Förderschulen) war dieses Projekt zur vorsichtigeren Erprobung inklusiver Beschulung  ersonnen worden. Meine Gratulation an die Schule, die sich ja schon lange um die integrative Betreuung von behinderten Kindern verdient gemacht hat.

Beim genaueren Lesen lässt sich dann der "Pferdefuß" aber nicht mehr verstecken: Rein statistisch entfällt auf jede teilnehmende Pilot-Schule gut eine Lehrerstelle zusätzlich. Ist das die großzügige Unterstützung des Ministeriums für alle zusätzlichen Arbeiten der Schulen? Es kreißte der Berg und gebar eine Maus ...

Freundliche Grüße                     Jürgen Lüder


Wie soll das gehen? Die Klassenstärken sind immer noch für diese Zusammensetzung in schwindelnder Höhe, und die neue Lehrkraft darf von Klasse zu Klasse hüpfen, gerade in mehrzügigen Schulen. Oder ist sie nur zum Einsatz in den neuen ersten Klassen gedacht, die nach dem neuen Modell gebildet werden? Dann wäre es evtl. noch vertretbar, aber nirgendwo war von dieser Regelung die Rede.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Inklusion: geht so etwas überhaupt in unserer neoliberalen Gesellschaft?

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Inklusion: das große Thema im Schul- und Behindertenbereich der letzten Zeit. Auch ich habe mich schon mehrfach dazu geäußert, zumal es die irgendwann von Schließung bedrohte Allgemeine Förderschule meines Sohnes mit betrifft.

Theoretisch eine feine Sache, aber in der bisherigen Durchführung in Deutschland eher eine Angelegenheit, bei der Beteiligte in der Gefahr stehen, auf der Strecke zu bleiben, seien es betroffene Schüler oder sich verausgabende Lehrer, da die Rahmenbedingungen fast nirgendwo befriedigend sind und mit den notwendigen Geldern für mehr und besser ausgebildetes Personal geknausert wird.

Vordergründig hapert es "an der Knete", aber ist das wirklich das einzige tragende Element für alle Probleme? Mir kommen da mittlerweile manchmal Zweifel. "Inklusion" heißt ja im Klartext nichts weiter, als das jeder Mensch (und nicht nur Behinderte) so angenommen und gefördert wird, dass er so, wie er ist, einfach dazugehört, seine Fähigkeiten anerkannt werden und jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten das Leben der Allgemeinheit bereichert. Ohne wenn und aber und mit der Maßgabe, dass Kinder und Jugendliche im Schulalter gleichwertig auf dieses gesellschaftliche Leben vorbereitet werden.

Das ist vom Menschenbild her eine Revolution!! Denn es widerspricht völlig den Gepflogenheiten, die sich in unserer neoliberalen Zeit im Leben und Denken der Menschen breit gemacht haben. Wo kommen wir hin, wenn alle eine gleichwertige Teilhabe am Leben fordern? Wo wir doch gelernt haben, dass Konkurrenz das Lebenselixier unserer Gesellschaft ist, in der es allen allmählich zur Gewohnheit geworden sein sollte, durch Ratings/Rankings/Zensuren in "gute", "weniger gute" und "kaum noch gute" Schüler, Studenten, Hochschulen, Mitarbeiter ... einsortiert zu werden. Und Reichtum und Macht haben ja schließlich auch ihre Rangordnung ... Und dann so ein Konzept, bei dem die "Habenichtse" (in welcher Hinsicht auch immer) gleichwertig neben allen anderen stehen sollen. Das muss ein neoliberales Gewissen schockieren, denn wo bleibt hier noch der Gewinn für den Tüchtigen, der alle anderen hinter sich gelassen hat?

Vielleicht ist das alles ironisch verzerrt, ich kann aber nicht davon ablassen, dass "Solidarität" in unserem Lande nach den großen importierten "Verbesserungen" der Margaret Thatcher und des Ronald Reagan als Wert sehr heruntergekommen ist. Aber wie soll ein Konzept wie die Inklusion funktionieren, wenn es nicht von einem solidarischen Unterbau getragen wird?

[Es passt nur indirekt zu den vorgetragenen Argumenten, stand aber am Anfang meiner Assoziationskette für diesen Beitrag: Bei einem Spaziergang kam ich an der hiesigen Geschäftsstelle der BARMER vorbei, die sich jetzt BARMER/GEK nennt, nachdem sie eine kleinere Krankenkasse "geschluckt" hat. Offiziell nennt sich dieser Vereinigungsprozess anders, die Wahrheit dürfte aber so sein, dass in einem "Bereinigungsprozess" nur noch die großen und finanzkräftigen Krankenkassen überleben können. Kapitalismus in Reinkultur! Und das in einem Bereich, der für die Daseinsfürsorge für alle da sein und deshalb eine reine dienende Funktion für die Bevölkerung haben sollte, mit der Idee einer solidarischen Umverteilung der Gesundheitsrisiken auf alle! Ökonomie über alles! Da ich gerade über Inklusion nachdachte, war der Schritt zu meiner obigen Gedankenkette geboren.]

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Zur Inklusionsdebatte in Brandenburg


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Bereits am 4. Juli 2011 habe ich eine neue Rubrik "Förderschulenstreit" in meinem blog eröffnet. Es geht um das leidige Thema, dass sich unsere Bildungsministerin in Brandenburg, Frau Dr. Münch, in den Kopf gesetzt hat, die UN-Konvention "Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" so in die Tat umzusetzen, dass landesweit alle Allgemeinen Förderschulen zur Disposition gestellt sind und als Schulform auslaufen sollen. Auch in anderen Bundesländern sieht es nicht viel anders aus, nur gerade in Brandenburg "wurschteln" alle vor sich hin, denn das Ministerium hat bisher keine wirklich tragfähigen Konzepte veröffentlicht. Vielleicht liegen sie in den Schubläden ... und werden plötzlich präsentiert, ohne dass die Beteiligten dann noch viele Abwehrmöglichkeiten hätten. Diese Befürchtung habe ich sehr stark, denn nach meinen Erfahrungen mit Schulverwaltung und Ministerium hier im Lande im Rahmen dieser Debatte habe ich den Eindruck gewinnen, dass solche Abläufe in sehr autoritärer und wenig demokratischer Weise abgehandelt werden und die Öffentlichkeit höchstens hinterher informiert wird. Da mein Sohn eine derartige Schule besucht, sind wir sehr in Sorge um den Erhalt dieser Schule. Denn sie hat sich in den letzten Jahren sehr um ihn verdient gemacht - wir wüssten nicht, was aus Paul Jakob ohne diese Art der Beschulung geworden wäre ...

Im Rahmen der Diskussionen an der Schule, in der ich Teilnehmer der Schulkonferenz bin, habe ich vor zwei Monaten eine Stellungnahme in unsystematischer Form verfasst, die ich heute hier in meinen blog stellen möchte.

Jürgen Lüder 30.9.2011

Anmerkungen zur Inklusionsdebatte in Brandenburg
„Inklusion“ ist z. Zt. ein Zauberwort, das die Schullandschaft aufmischt und zu Spaltungen unter den Betroffenen führt: In begeisterte Anhänger, besonders unter manchen Behinderten und ihren Eltern, die eine schnelle Umsetzung im Sinne der UN-Konvention wünschen und eine Beschulung ihrer Kinder an Sonderschulen ablehnen – und in diejenigen, die das Sonderschulwesen für sinnvoll halten und diesen Schutzbereich für Kinder „mit besonderen Bedingungen“ erhalten wollen. Ich sehe mich dabei in einem Zwiespalt mit mir selbst: Ich habe bisher alle wirklichen Reformen unterstützt, sehe mich aber entgegen meinem früheren Engagement plötzlich „in der konservativen Ecke“, weil ich Bestehendes gegen „Reformen“ schützen möchte. Das liegt aber besonders daran, dass die bisherigen Ansätze, die große Vision „Inklusion“ in die Realität umzusetzen, m. E. stümperhaft und mit Gefahren beladen sind.
Denn „Inklusion“ ist eigentlich eine großartige Idee! Aber eben auch nur eine von vielen, die ich im Laufe meiner Tätigkeit im Behindertenbereich habe an mir vorbeiziehen lassen: das Normalisierungsprinzip, die Integration, das Empowerment, das eigene Budget … Inklusion ist dabei am „modernsten“ und weitreichendsten und bezieht sich grundsätzlich nicht nur auf Schule, sondern überhaupt auf die Teilhabe des Einzelnen an der Gesellschaft. Aber eben auch gerade „in Mode“. Was kommt danach? Oder ist es schon das grundsätzlich am weitesten gefasste Konzept? Die Grundidee ist beeindruckend: Jeden bei den Möglichkeiten abzuholen, die er hat, sie zu würdigen und ihm alle Möglichkeiten anzubieten, sich weiter zu entwickeln, seine Fähigkeiten zu steigern und sich in die Gesellschaft zu integrieren.
Der Politik sitzt dabei die UN-Konvention „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen“ im Nacken. Deutschland wurde dabei insbesondere für sein ausgebautes Sonderschulwesen kritisiert. Früher galt aber gerade dies als deutsches Verdienst! Eines der Argumente ist, dass Schüler an Sonderschulen weniger Impulse erhielten, einen vollwertigen Schulabschluss zu schaffen. Das halte ich z. T. für einen Artefakt. In Brandenburg wird der hohe Anteil von Schülern beklagt, der ohne Schulabschluss die Schule verlässt. Man könnte zuerst vermuten, dass dies alles Schulverweigerer sind. Weit gefehlt! Vom Ministerium wird Schülern von Sonderschulen ein regulärer Schulabschluss verweigert (und gleichzeitig auf die zu hohe Quote verwiesen, schizophren!). Der Landrat von MOL [Märkisch Oderland] hat auf der großen Versammlung mit Frau Münch am 25.5.11 darauf verwiesen, dass der Kreis schon längst den Antrag gestellt hätte, einen einschlägigen Schulabschluss einzuführen, bislang leider vergebens. Wenn alle großen inklusiven Bemühungen nun dazu führen sollten, einige bisherige Sonderschüler auf das Niveau des bisherigen niedrigsten Schulabschlusses zu hieven (und mehr ist für die meisten möglicherweise illusorisch), so ist die Frage zu stellen, wieweit das ihre Lebenschancen wirklich verbessert. In den letzten Jahren wurde von der Wirtschaft immer beklagt, dass das Niveau von Schulabgängern viel zu niedrig sei, um sie für anspruchsvollere Tätigkeiten auszubilden. Was bringt dann so ein Abschluss?
Würden alle Schulen so ausgestattet, dass an ihnen sinnvoll inklusiv gearbeitet werden könnte, würde ich nicht für den Erhalt unserer Schule kämpfen. Denn es wäre eine echte bildungspolitische Revolution! Kleine Klassen, mehr Lehrer und zusätzliches Personal, bessere Ausbildungen auch im Hinblick auf Sonderpädagogik … Ganztagsschulen oder zumindestens heilpädagogische Horte… Es ist klar, dass dies erhebliches Geld kosten würde. Auf der Versammlung vom 25.5. ging Frau Münch aber noch davon aus, dass die Umsetzung weitgehend kostenneutral geschehen müsse (ich habe sie direkt danach gefragt). Durch solche Äußerungen ist wohl auch der Eindruck entstanden, die ganze Inklusionsdebatte sei ausschließlich aus Spargründen inszeniert worden, um die besonders teuren Sonderschulen abzuschaffen und die freiwerdenden Ressourcen auf alle zu verteilen. Das ist aber nicht gerecht gegenüber Frau Münch, die offenbar doch aus der harschen Kritik an ihren Plänen etwas gelernt hat und in neueren Interviews betont, eine vernünftige Umsetzung von Inklusion sei nur mit Mehrausgaben zu leisten.
Sehr gut nachvollziehbare Forderungen an dieser Stelle hat die GEW-Brandenburg aufgestellt. Mir liegt ein Flugblatt vom 8. Juni 2011 vor, dessen Positionen ich unterstütze.
Eine wirkungsvolle inklusive Arbeit kann m. E. nicht dadurch geschehen, dass die (durchaus privilegierten !!!) Ressourcen unserer Schule auf alle anderen im Umkreis verteilt werden, sondern dass diese auf ihr Niveau angehoben werden. Solange dies nicht gewährleistet ist, werde ich mich strikt für den Erhalt der Schule einsetzen.
Ein häufiger vorgetragenes Argument lautet, "besondere" Institutionen neigten dazu, um ihre Privilegien zu kämpfen, ihren Erhalt abzusichern und ihre Klienten festzuhalten, um so ihre Lebensberechtigung nachzuweisen. Pfui! Wenn eine Lehrkraft einer Förderschule für den Weiterbestand ihrer Schule kämpft, täte sie es nur, um ihren (bequemen??!) Arbeitsplatz abzusichern. Recht tut sie!!! Ich finde es völlig legitim, wenn Menschen aus helfenden Berufen (zu denen auch Lehrer gehören!) sich selbst nicht aus den Augen verlieren, sondern sich um einen Arbeitsplatz bemühen, an dem sie vernünftig wirken und ihre Arbeitskraft bewahren können, aber Widerstand gegen jede Form von „Verheizung“ leisten:
Eine Sonderschullehrerin, die nur noch im „fliegenden Einsatz“ von Schule zu Schule eilt oder aber für eine ganze Schule zuständig wäre, hätte so einen Job! (Überlastete Schulpsychologen können von einer solchen Situation sicherlich ein Lied singen.) Gerade die Arbeit mit einer schwierigen Klientel, wie sie viele Schüler unserer Schule darstellen, kann nur gelingen, wenn es Lehrkräfte als ihre Aufgabe auffassen, Beziehungsarbeit zu leisten. Und das geht nur bei hinreichender Kontaktzeit und kleinen Klassen. (Früher hätte ich noch ein weiteres Argument hinzugefügt, das allerdings im Schulbereich wohl weitgehend illusorisch ist: jemand, der so schwere Beziehungsarbeit leistet, braucht eigentlich auch eine ständige Entlastungsmöglichkeit, z.B. über häufige einschlägige Fortbildungen und Supervision – heute modischer: Coaching!)
Unsere Schule hat große Vorteile, für deren Erhalt sich das Kämpfen lohnt: engagierte Lehrerinnen und Schulleitung, kleine Klassen, eine wunderbare Kooperation mit dem heilpädagogischen Hort, Verbindungen zu anderen Schulen, die eine Öffnung für dazu fähige Schüler bieten, Kooperationen mit anderen Stellen (Jugendamt) und Menschen mit vielen Ideen, gleichzeitig ist sie Schutzraum für solche Kinder/Schüler, die vom normalen Schulbetrieb völlig überfordert wären!
Ich schließe hier erst einmal meine Ausführungen ab, manches ließe sich ergänzen oder systematisieren, dafür bin ich offen!
Ein Nachtrag: Frau Münch plant wohl eine Vielzahl von „Runden Tischen“ im Land. Das wäre eine kluge Entscheidung. Berlin, das schon eine Runde weiter ist auf einem ähnlichen Weg, hat dies nämlich ziemlich „vermurkst“. Zwar hat dort die Schulbehörde bereits eine umfängliche Positionsbeschreibung als Parlamentsvorlage eingebracht (so etwas gibt es offenbar in Brandenburg noch nicht), erntete aber harsche Kritik, weil es ein Papier „von oben herab“ war, bei dessen Erarbeitung keiner der einschlägigen Verbände/Interessenvertreter beteiligt wurde. Also ein rein hoheitlicher Akt ohne demokratische Beteiligung. Die Ausrichtung der Regionalkonferenz mit Frau Münch am 25.5. 2011 in Fürstenwalde legt die Vermutung nahe, dass in Brandenburg die Schulverwaltung ähnlich autoritär wie in Berlin vorgehen könnte (wenn man sie lässt!), aber die Ankündigungen von Frau Münch über zukünftige Beteiligungen von anderen Betroffenen lässt Besseres hoffen!

Montag, 4. Juli 2011

Verstoßen Allgemeine Förderschulen gegen die Forderung inklusiver Beschulung seitens der UN-Konvention?

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Ich erlebe es als angenehm, dass sich bei mir mit zunehmendem Abstand von meinem Berufsleben ein größerer innerlicher Frieden einstellt: Während ich mich früher stark über Ungerechtigkeiten am Arbeitsplatz und Unklares im Schulalltag aufregen konnte, ist dies alles jetzt weit weg von mir, mein Zorn ist verrauscht und ebenso meine Bereitschaft, auf irgendwelche Barrikaden zu steigen.

Dachte ich ... Von einer unerwarteten Seite her habe ich wieder Anlass, mich über Schule und Schulpolitik aufzuregen und muss meinen Kampfesmut im Zaum halten, weil nur ein kühler Kopf Punkte bringt. Dabei ist der Anlass auf den ersten Blick sehr positiv: Deutschland hat 2009 eine UN-Konvention mit unterzeichnet, die für Gleichberechtigung aller Menschen eintritt und unter anderem die inklusive Beschulung behinderter Menschen fordert. "Inklusion" als neues Paradigma in der Behindertenarbeit! Grundsätzlich ein sehr positiver Ansatz und für mich zusätzlich noch "hautnah", weil mein kleiner Sohn Paul Jakob betroffen ist und eine Allgemeine Förderschule besucht, unterstützt von einem persönlichen Einzelfallhelfer.

In Berlin und Brandenburg hat dies dazu geführt, dass die dortigen Kultusminister jetzt ganz fortschrittlich sein wollen und diese UN-Konvention unbedingt umsetzen wollen. Opfer: Die Allgemeinen Förderschulen! Denn diese sollen in Brandenburg bis spätestens 2019 geschlossen und ihr Schülerklientel zukünftig "inklusiv" an Regelschulen unterrichtet werden. Grundsätzlich ja o.k., wenn diese Regelschulen von Klassenstärken und Lehrerschaft her ähnlich ausgestattet würden wie bisher die Förderschulen. Das wäre eine echte Revolution (Klassenstärken nur noch bis 16 Schüler! ausgebildete Sonderpädagogen!) und käme dann allen Schülern zugute. Es würde aber eine erhebliche Ausweitung des Schuletats erfordern, um all das dann notwendige Personal einzustellen. Weit gefehlt!!! Diese Veränderungen sollen kostenneutral durchgeführt werden, d.h., was den Förderschulen genommen werden wird, wird auf alle anderen aufgeteilt, die dann ein bißchen zulegen können, aber eben nur ein bißchen... Und der Schutzraum "Förderschule" wird nicht mehr existieren.

Zwar wird mein Sohn bis zum Greifen dieser "Reform" schon seine Schulzeit beendet haben, aber diese Planungen überschatten alles Weitere in seiner Schule. So habe ich mein neues "Kampfthema", denn diese sehr abgespeckte Variante von "Inklusion" halte ich für unvernünftig und die Art und Weise, wie sie vom Ministerium offenbar durchgepeitscht wird - entgegen allen Vorbehalten einschlägiger Lehrergewerkschaften und Fachverbände - sehr merkwürdig und undemokratisch.

Deshalb werde ich mich zukünftig für dieses Thema engagieren und habe dafür auch schon eine neue Rubrik aufgemacht: "Förderschulenstreit". Ganz neu ist das Thema dabei allerdings nicht, denn die mögliche Schließung der Allgemeinen Förderschulen geistert schon länger durch die Schullandschaft und hatte vor Jahren zur Folge, dass Schulen dieses Typs "eigentlich" keine ersten Klassen mehr aufnehmen durften. Bereits beim Jahrgang unseres Sohnes lag aber eine so große Nachfrage vor, dass das Schulamt eine Ausnahme genehmigen musste. Und die derzeitige erste Klasse seiner Schule ist fast überfüllt... Im Zusammenhang mit dieser Problematik habe ich bereits vor Jahren schon einmal einen Leserbrief an die Zeitschrift "Menschen" verfasst. Wer ihn lesen möchte, findet ihn ebenfalls unter der neuen Rubrik.

Heute folgt an dieser Stelle ein Leserbrief, den ich an unsere örtliche Zeitung MOZ am 8.4.11 geschickt habe, in Teilen dort abgedruckt am 16.4.11!


Liebe MOZ,

am 1.4.2011 berichteten Sie an mehreren Stellen über die von Brandenburgs Bildungsministerin Martina Münch angekündigte Schließung der Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Schwerpunkt „Lernen“ bis 2019. Zunächst glaubte ich – vom Termin her – an einen Aprilscherz, aber Frau Münch ist es wohl bitterernst mit der Auflösung aller einschlägigen Sonderschulen. Denn der Politik sitzt dabei die von Deutschland ratifizierte UN-Konvention von 2009 im Nacken, die verbindlich die gemeinsame Beschulung aller Kinder im Sinne des neuen Paradigmas „Inklusion“ fordert. Die Brandenburger Parlamentarier waren überrascht, haben es offenbar weniger eilig als die Ministerin, die sich hier möglicherweise in „vorauseilendem Gehorsam“ übt.

Die Umsetzung von „Inklusion“ an unseren Schulen ist aber noch ein nebulöser Traum, solange in Grundschulklassen über 20 Schüler sitzen, Sonderpädagogen knapp sind und die Schulsozialarbeit rar: „Inklusion“ bleibt solange ein wohlklingendes Zauberwort ohne reale Chancen, solange keine massiven personellen und materiellen Verbesserungen an den Schulen eingeleitet werden. Davon habe ich bisher allerdings nirgendwo etwas gesehen. Es wäre eine echte Revolution! Und die würde einiges kosten, aber zeigen, ob es der Politik mit den ständig gepriesenen Verbesserungen im Bildungsbereich wirklich ernst ist.…

Da hat es mein Sohn als Förderschüler in einer Kleinklasse von 10 Kindern mit einer engagierten Lehrerin in Kombination mit einem (nichtstaatlichen!) heilpädagogischen Hort besser. Frau Münch sollte uns einmal besuchen und die realen Bedingungen an den Schulen kennen lernen, bevor sie solche großen Worte gebraucht, die uns verschrecken! Die hiesigen Grundschulen wären mit der Betreuung unseres Sohnes völlig überfordert (und sind es auch ohne ihn angesichts einer zunehmenden Zahl schwieriger Kinder schon in ihrer normalen Arbeit), unser Sohn wiederum würde rettungslos in ihnen untergehen. Was für eine Perspektive!

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Lüder

Soviel für heute! Weiteres folgt!

Mittwoch, 16. März 2011

Der Sprachenstreit um türkische Migrantenkinder

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Bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten war meine Sympathie nicht bei Christian Wulff. Mittlerweile finde ich aber, dass er einen realistischen Blick hat und sich um Verbesserungen in Deutschland sehr verdient macht. Meine höchste Anerkennung für seinen Mut in der aufgebrochenen Islam-Debatte, als er sich deutlich zur Anerkennung der Realitäten in unserem Lande bekannte, gipfelnd in seiner Aussage "Der Islam gehört zu Deutschland"!

Das hat ihm, speziell unter seinen Parteifreunden, viel Unmut eingebracht, wenn ich nur an die harsche Kritik des Union-Fraktionschefs Volker Kauder denke. Offenbar ist für viele eher konservativ Gesinnte dadurch "das Abendland in Gefahr", was für Wurzeln auch immer beschworen werden. Dass wir hingegen "im Abendland" nur deshalb wieder - nach Jahrhunderten von geistig ziemlich tristen Zeiten nach der Völkerwanderung, in der alte Kulturgüter "über Bord geworfen" wurden - Kontakt zu den philosophischen Schriften der alten Griechen bekommen haben, ist nur islamischen Gelehrten zu verdanken... Aber wer weiß schon so etwas...

Eine andere Reizfigur ist der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der schon mehrfach Reden in Deutschland vor Landsleuten gehalten hat. Unvorsichtigerweise hat er in ihnen immer betont, dass die Auslandstürken in Deutschland ihre Kultur nicht aufgeben und ihre Sprache bewahren sollten. Das wird ihm von entsprechenden Kreisen so ausgelegt, als würde er zur Ghettoisierung der hier lebenden türkischstämmigen Bevölkerung aufrufen und zur Verweigerung, die Deutsche Sprache zu erlernen. Dies ist sicherlich überspitzt formuliert, aber die Empörung, die ich in der Berichterstattung über seine letzte Rede herauslesen konnte, ging in diese Richtung.

Da haben alle Kritiker wohl nicht ganz aufgepasst. Immerhin hatte Erdogans Parteifreund, der türkische Präsident Abdullah Gül bereits im letzten Herbst in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung" gesagt, "seine Landsleute in Deutschland sollten Teil der Gesellschaft werden. Sie sollten Deutsch lernen, und zwar fließend und ohne Akzent. Die Integration müsse schon im Kindergarten beginnen, bereits dort müssten türkische Kinder Deutsch lernen." (Zitiert nach dem Artikel "Werbeträger in der Fremde" von Thomas Seibert im Tagesspiegel v. 17.10.2010)

Wie so oft: Viel Aufregung und wenig Sachliches dahinter!!!

Sehr erhellend und vieles wieder in die richtige Augenhöhe bringend finde ich da den Artikel von Eva Baumann-Lerch aus dem Publik-Forum 5/2011 v. 11.3.2011, den ich deshalb hier vorstellen möchte.


Sprache ist Seele

Erst Türkisch oder erst Deutsch? Eine Debatte ohne Sachkenntnis

Politiker sind meist schlechte Erziehungsberater. Denn ihre Ratschläge dienen weniger dem Wohl der Kinder als der eigenen Ideologie und sind von keiner Sachkenntnis getrübt. Diesen Eindruck gewinnt man jedenfalls in der aktuellen Debatte um den Spracherwerb von Migrantenkindern.

In einer Rede in Düsseldorf hatte der türkische Ministerpräsident Recep Erdogan seine Landsleute aufgefordert, mit ihren Kindern Türkisch zu sprechen. Türkische Kinder sollten zuerst die Muttersprache lernen und dann erst Deutsch. Doch das empört konservative Politiker. Hermann Gröhe und Maria Böhmer (CDU) sowie Christian Lindner (FDP) werfen Erdogan vor, die Integration seiner Landsleute zu verhindern: "Wer in Deutschland lebt, muss zuallererst die deutsche Sprache erlernen." Die Integrationsbeauftragte Böhmer erklärt: "Wo zu wenig Deutsch in den Familiren gesprochen wird, beträgt der Bildungsrückstand der Kinder bis zu zwei Jahre." Sprachforscher haben dagegen längst erkannt, dass Kinder zwei Sprachen fehlerlos erlernen können, wenn diese an unterschiedlichen Orten gesprochen werden. Am besten gelingt der bilinguale Spracherwerb, wenn zu Hause konsequent die Muttersprache und draußen die Landessprache gesprochen wird. Die Kinder der Einwanderer müssen dann allerdings viel Kontakt mit Einheimischen haben und so früh wie möglich in den Kindergarten gehen. Wenn Ausländer aber auch zu Hause in der Fremdsprache reden, ist das Resultat oft eine "doppelte Halbsprachigkeit": Die Kinder lernen keine Sprache richtig.

Die Muttersprache vermittelt zudem viel mehr als verbale Information: Koseworte, Rüttelreime, Lieder und Segenssprüche lassen sich nicht übersetzen. Wer Migrantenfamilien die Muttersprache ausredet, der nimmt ihnen die Seele und fördert ihre Entwurzelung. Die Wortführer dieser Debatte sollten sich lieber für eine Politik einsetzen, die kostenlose Kitaplätze anbietet und Ausländerghettos verhindert. Das Deutsche lernen die Kinder dann von ganz allein.
[Hervorhebungen von J.L.]

Donnerstag, 1. Oktober 2009

Sind Förderschulen noch zeitgemäß? Ein Beitrag zur Debatte, ergänzt durch weitere Überlegungen zu Reformen im Behindertenbereich


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Immer lauter werden die Rufe, Förderschulen in Deutschland abzuschaffen; internationale Gremien schelten unser Schulsystem, das so viele Formen von Sonderschulen „pflege“ wie sonst nirgendwo. Unter den Prämissen von „Integration“, mittlerweile lautet das Zauberwort „Inklusion“, seien sie nicht mehr zeitgemäß und schmälerten die Zukunftsaussichten aller Kinder und Jugendlichen, die in ihnen beschult würden. Natürlich hätten sie auch große Fürsprecher, denn alle dort arbeitenden Lehrkräfte würden gern an diesem Modell festhalten, aber das sei ja Eigennutz ...

Ich sehe das sehr zwiespältig.

Einerseits habe ich lange im Fachschulbereich gearbeitet und dort durch meine Tätigkeit viel von moderner Behindertenpädagogik (oder wie sie sich sonst noch nennt, die Fachleute sind oft sehr empfindlich, dass man ihre Richtung auch mit dem akzeptierten Namen benennt …) und Heilpädagogik gehört, also auch von dem Paradigmenwechsel hin zu Normalisierung, Integration und Inklusion. Von meinen praktischen Erfahrungen in Behinderteneinrichtungen weiß ich allerdings auch um die Probleme, speziell bei Geistig Behinderten, wenn „reinrassig“ diese Prinzipien umgesetzt werden und meistens dadurch höhere Anforderungen an die Betroffenen gestellt werden, die nicht selten einen alt vertrauten „Schonraum“ dadurch einbüßen. Hätten die Betroffenen, in deren Namen alle Reformen geschehen, selbst im Vorfeld ihnen zugestimmt (sofern sie dessen mächtig sind)? Das wird von den Reformern immer als selbstverständlich angenommen – aber auch abgefragt?

Aber es soll hier ja vorrangig um Förderschulen gehen. Da bin ich besonders betroffen, weil unser kleiner Sohn Paul Jakob mit seiner schweren Sprach- und Entwicklungsstörung uns längere Zeit Rätsel aufgegeben hat, ob überhaupt und an welcher Schule er beschulbar sein könnte. Mittlerweile geht er – mit Einzelfallhelfer – in eine kleine Klasse in unserer hiesigen Allgemeinen Förderschule. Wir sind erleichtert, er vermittelt uns deutlich, dass er sehr gern zur Schule geht. In seiner Klasse sind 10 Kinder. Es ist uns unvorstellbar, wie es in einer größeren Klasse, auch als Integrationsklasse, mit ihm gehen könnte. Haben Integrationsbefürworter auch einen Paul Jakob im Blick? Da müssten die Bedingungen an Schulen hier zu Lande aber noch revolutionär verändert werden …


Diese Bedenken im Rahmen der Förderschul-Debatte trage ich schon lange mit mir herum. Vielen Befürwortern der Abschaffung von Förderschulen werde ich damit vermutlich als „Bremser“ erscheinen, aber alle meine Argumente haben einen lebenspraktischen Hintergrund.

Bereits vor knapp zwei Jahren habe ich einen diesbezüglichen Leserbrief an die Zeitschrift „Menschen“ geschrieben, die ebenfalls ein Plädoyer zur Abschaffung der Förderschulen veröffentlicht hatte.

Mein Leserbrief an die Redaktion „Menschen“ c/o Aktion Mensch v. 5.1.2008

Betrifft: „Menschen“ 1/2008, Beitrag über Förderschulen

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit großem Interesse habe ich Ihren Beitrag gelesen, in dem Sie ausdrücklich für die integrative Beschulung von behinderten Kindern werben.

Ich kann mich in die Situation gut einfühlen, weil mein kleiner behinderter Sohn im Sommer eingeschult werden muss und wir aufgeklärt wurden, dass die allgemeinen Förderschulen in Brandenburg keine 1. Klassen mehr einschulen.

So weit so gut. Doch bis zu einer erfolgreichen Integration sind dann die Hürden bei uns in Brandenburg noch hoch: Alle Kinder werden in „normale“ 1. Klassen der Grundschulen eingeschult (Ausnahmen: Förderschulen für geistig behinderte und für körperbehinderte Kinder), nehmen gegebenenfalls an einem „sonderpädagogischen Feststellungsverfahren“ teil und sollen „maßgeschneiderte Hilfe“ bekommen. Das klingt schön. Bis aber alles abgeklärt ist, verbringen auch die Kinder mit eingeschränkten Möglichkeiten Wochen, Monate, vielleicht noch länger in der Regelklasse und werden sicherlich einigen Frust aushalten müssen, wenn sie nicht mithalten können.

Denn das schöne Konzept hat einen großen Pferdefuß: Offensichtlich laufen 1. Klassen weiterhin mit 25 – 28 Schülern, es dürfte auch keinen 2. Lehrer geben, vielleicht einmal einen Kollegen, der ein Kind im Rahmen des Feststellungsverfahrens stundenweise beobachtet.

Wie soll das laufen? Ich halte dies für eine Zumutung sowohl für Lehrkräfte als auch Kinder. Denn es wird am Notwendigsten gespart, trotzdem soll es nach einer pädagogischen Neuerung aussehen. Dafür wären aber kleine Klassen und mehr Lehrkräfte bzw. weiteres Personal notwendig. Grundsätzlich gibt es mehr als genug Lehrer in Brandenburg; wegen der verringerten Schülerzahl müssen sich Lehrkräfte auf Stundenkürzungen bzw. Versetzungen im Land einstellen.

Darum: Mehr schöner Schein als Sein! Bildung darf bei uns nicht mehr kosten. Traurig aber wahr.
Vielleicht sollten Sie auch über diese sozialen/ökonomischen Rahmenbedingungen berichten, in denen Deutschland offenbar in vielen Bundesländern sehr rückständig ist.

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Lüder