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Dienstag, 14. Februar 2012

Lieblingszitate CLXVI: Bonmot von Robert Gernhardt

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Dieses Bonmot hat auf denkwürdige Weise seinen ungewöhnlichen Weg in meinen Blog gefunden, da kann es deshalb stehen, auch wenn es vielleicht sonst nicht ganz in den aktuellen Kontext passt. Ich habe es nämlich in einem Schachbuch (!!!) gefunden. Schach, eine alte Leidenschaft aus meiner Kindheit, die mich immer wieder packt, wenn ich etwas darüber lesen oder Partien nachspielen kann. Und Schach ist mit viel Geist verbunden und es gibt sehr geistvolle Schachbücher! In diesem Fall "Todesküsse am Brett" von Martin Breutigam, in dem der Autor reizvolle Partiesituationen in kleine Essays einkleidet, die er manchmal mit Zitaten würzt.

Hier also Robert Gernhardt via "Todesküsse ...":

Der Künstler geht auf dünnem Eis.
Erschafft er Kunst?
Baut er nur Scheiß?

Respektlos und frech! Und doch mir aus der Seele gesprochen, dass es nicht automatisch Banausentum ist, wenn ich mit mancher modernen Musik und anderen Kunstwerken nicht immer etwas anfangen kann. Ob es an mir (wahrscheinlich) oder vielleicht aber auch an dem Künstler liegt, kann man ja voraussichtlich erst nach Jahrzehnten stichhaltig feststellen, je nachdem, ob das Kunstwerk dann in den "Kanon" anerkannter Kunstwerke aufgenommen wurde oder aber in Vergessenheit geraten ist. Da ich das wohl nicht mehr erleben werde, tröste ich mich mit Robert Gernhardt, der hier in der Nachfolge von Wilhelm Busch selbstkritische Wahrheiten verkündet.

(Genaue Quellenangabe: Martin Breutigam: Todesküsse am Brett. 140 Rätsel und Geschichten der Schachgenies von heute. - Göttingen: Vlg. Die Werkstatt 2010. Zitat Gernhardt auf S. 134.)

Freitag, 1. Juli 2011

Meine Bücher

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Bücher sind mein Leben, so dachte ich jedenfalls bisher und handelte jahrelang danach: ich sammelte sie mit Leidenschaft. Das ist nichts Ungewöhnliches, denn ich habe schon viel in meinem Leben gesammelt, als Kind Briefmarken, später ebenso Mineralien und Versteinerungen, Schallplatten oder CDs mit klassischer Musik, auch schon Zeitungsausschnitte und Postkarten, immer aber mit Begeisterung und einem Sammlerherz, das es nach Vervollständigung seiner Sammlung drängte. So als würde ich dadurch das Leben an mich heranholen und konservieren können, wenn ich mich mit Schönem und Seltenem umgebe.

Aber Bücher waren dabei immer mein Schwerpunkt. Schon als Kind liebte ich meine Schätze, und ich kann mich noch daran erinnern, wie ich, schon etwas älter, in unser Warenhaus lief und mein Taschengeld in Taschenbuch-Remittenten umsetzte, die billig verramscht wurden. Das wurde nur kurzfristig unterbrochen, als die Mono-Schallplatten vom Markt genommen wurden und ich mir mit ihnen meine erste Musiksammlung „aufbaute“. So kam einiges bei mir zusammen, überstand verschiedenste Umzüge und wuchs und wuchs. Umzüge waren allerdings immer wieder einmal ein Anlass, meine Bestände zu sortieren und auch einmal mehrere Kisten Bücher auszusortieren. Aber meine Sammlerlust blieb davon unberührt und es störte mich kaum, dass ich nur wenige dieser Schätze richtig durchgearbeitet habe. Das erkennt man dann allerdings an zahllosen Bemerkungen und Textmarker-Anstreichungen in einigen Büchern, die habe ich wirklich „durchgekaut“. In vielen anderen Fällen aber war für mich ein Thema schon dadurch „gegessen“, dass ich mir ein kluges Buch darüber ins Regal stellte, so nach dem Motto: „Wenn ich es dann wirklich einmal etwas genauer wissen will, kann ich ja nachschlagen.“

Bei einigen Themen war ich (vorübergehend) tatsächlich „auf dem Laufenden“, vor 20 Jahren habe ich sämtliche Psychotherapie-Führer, die seinerzeit auf dem Markt waren, besessen und war stolz darauf. Mittlerweile haben mich die Bücherberge der Neuerscheinungen längst überrollt und mein Interesse hat sich stark gewandelt.

Dafür gab es vor vielen Jahren schon einmal einen ersten Anstoß. Ich bin ihm damals zwar noch nicht gefolgt, aber ich habe ihn niemals vergessen: Ich lernte einen Benediktiner-Pater kennen, der wie ein väterlicher Freund zu mir war und den ich eine Zeit lang häufiger in seinem kleinen Kloster besuchte. Auch er liebte Bücher. Wir lasen uns gegenseitig manchmal etwas vor. Er hatte seine Bücher mit Bleistift-Notizen gefüllt und fand seine Lieblingszitate sofort. Als ich ihn einmal in seinem Zimmer besuchen durfte, stellte ich fest, dass er nur ein einziges schmales Bücherregal darin besaß: Diese Bücher genügten ihm, er habe alle schon mehrfach gelesen. Mehr brauche er nicht. Er hätte früher auch mehr Bücher besessen, die hätte er alle an die Klosterbibliothek abgegeben. Und wenn ihm jetzt jemand ein Buch schenke, so würde er es nach dem Lesen entweder ebenfalls in die Bibliothek weiterreichen oder weiter verschenken. Mich erinnerten seine Worte an ein Gedankenspiel aus Selbsterfahrungsgruppen: „Was würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen, wenn ich nur zwei Koffer mitnehmen dürfte …“

Dieses Bild von Wichtigkeit, die ein Besitz für mich haben müsste, damit ich ihn unbedingt bei mir behalten möchte, habe ich seither zwar nicht vergessen, aber erst in den letzten Monaten auch etwas davon in Taten umgesetzt: Meine Schwiegermutter hatte entdeckt, dass man bei Amazon eigene Bücher verkaufen kann. Bei vielen lohne es sich kaum, einige brächten aber tatsächlich einen guten Ertrag. Auch meine Frau versuchte es und war erfreut über manchen guten Verkauf. Lange sträubte ich mich, allerdings war ich immer neugierig, ob meine Bücher noch irgendeinen Wert besitzen oder weitgehend unverkäuflich sind und testete einige auf ihren erzielbaren Preis hin. Und seither verkaufe ich Bücher!!! Und trenne mich von manchen liebgewordenen Schätzen. Aber das stimmt ja gar nicht: Bücher, die mir wirklich etwas bedeuten, behalte ich natürlich. Das sind aber viel weniger als gedacht. Die vielen Titel, die ich mir früher nur mit dem Gedanken gekauft habe, zu diesem Thema müsste ich auch etwas besitzen, und die dann ungelesen im Regal verschwanden, sind mir meistens nicht mehr sehr wichtig, ich kann gut von ihnen lassen… So werden meine Regale langsam etwas leerer, die Übersichtlichkeit steigt und meine Erben werden später etwas weniger zu bearbeiten (und wegzuwerfen ) haben. Ich bin erstaunt über mich, wie wenig ich dies als Verlust erlebe, viel stärker als Erleichterung und mit dem Bedauern, dass so viele Titel offensichtlich unverkäuflich sind. Ich werde viele nur verschenken können oder ins Altpapier tun müssen.

Außerdem, was macht’s? Der nächste Sammler steht schon in den Startlöchern: Mein kleiner Sohn Paul Jakob hat sich diese Bücherliebe von seinen Eltern abgeguckt und besitzt selbst schon eine stattliche, immer mehr wachsende „Sammlung“!

Mittwoch, 22. Juni 2011

Lieblingszitate CLVIII: mal wieder was Witziges!

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Unter dieser Rubrik habe ich schon mehrfach kleine Texte aufgeführt, die vielleicht im strengen Sinn keine Zitate sind, die mir aber besonders gefallen. Was macht's!

So möchte ich heute einmal erneut Witze präsentieren. Allerdings bin ich in einer Realsituation kein guter Erzähler, der andere zum Lachen bringt. Ich habe bei früheren Versuchen im Unterricht gelegentlich mal einen "zum Besten gegeben", meistens blieb es ganz still ... Aber das ändert nichts daran, dass ich einige Witze wirklich geistreich und gelungen finde und mich an ihnen freue.

Mit echter Freude ist es allerdings bei den folgenden beiden "Kostproben", die ich meiner Frau verdanke, so eine Sache. Sie machen eher nachdenklich, fast könnte man auf sie bestürzt reagieren. Aber das schmälert ja nicht ihren Wert, sie vermitteln eben Wahrheiten auf etwas andere Weise.


Nägelkauen

"Du, ich habe endlich Opa das Nägelkauen abgewöhnt!" - Toll, wie hast Du denn dieses Wunder geschafft?" - "Ganz einfach, wenn er wieder damit anfängt, nehme ich ihm einfach das Gebiss weg."



30 Jahre Altersunterschied

Ein Ehepaar, miteinander älter geworden und kurz vor der Rente, bekommt Besuch von einer freundlichen Fee, die jedem von ihnen einen Wunsch erfüllen will, weil sie so fleißig in ihrem Leben gewesen sind.

Die Frau fängt an, berichtet lang und breit von ihrem Traum, einmal gemeinsam mit ihrer Freundin ein Wellnesshotel zu besuchen, mit Blick auf den See, tollen Anwendungen, schönem Essen und womit man es sich dort sonst noch gut gehen lassen könnte. Die Fee hebt die rechte Hand, macht "bing": "Dein Wunsch sei Dir erfüllt!"

Der Mann ist über das lange Reden seiner Frau schon ungeduldig geworden: "Bei mir geht das Wünschen ganz schnell, ich muss da nicht langatmig drüber reden! Ich wünsche mir eine Frau, die 30 Jahre jünger ist als ich." "Bing! - Auch Dein Wunsch soll Dir erfüllt werden!"

Und dann ist er 90!


Wer lacht hier schadenfroh!? Das hat er nun davon, aber auch seine Frau wird darunter leiden. Zwar gibt es sehr rüstige Senioren, die geistig noch sehr fit sind und am Weltgeschehen teilnehmen. Aber gleichzeitig steigt auch die Quote von Menschen mit Demenz und Alzheimer. Aber was soll's! Der Witz seziert messerscharf und hat eine völlig unerwartete Pointe. Klasse!

Sonntag, 21. November 2010

Märchen und Ethik

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In meinem kleinen Literaturkreis, in dem wir hier in meiner Heimatstadt von Zeit zu Zeit die unterschiedlichsten Texte lesen und unsere Eindrücke darüber austauschen, waren in den letzten Wochen "Märchen" dran, ein Thema, das mich in seiner Vielfalt immer wieder fasziniert.

Einige meiner ältesten Erinnerungen ranken sich dabei um ein kleines, schäbiges Märchenbuch der Gebrüder Grimm, mit kaputtem Einband, Brandflecken und losen Seiten. Meine Mutter hat es wohl als Trümmerfrau 1945 in einer Ruine in Berlin gerettet. Die Auswahl der Märchen war etwas ungewöhnlich, jedenfalls waren nicht nur die üblichen berühmten Märchen abgedruckt. Wenn ich mich richtig erinnere, las ich in diesem Buch erstmalig "Die Nixe im Teich" und "Die beiden Brüder", zwei Märchen, die in ihrem "Skript" irgendetwas mit mir zu tun haben müssen, denn ich las sie immer wieder... (Ich denke jetzt, es hat etwas mit dem Motiv der Treue zu tun, die auf einer langen Lebensreise trotz größter Schwierigkeiten Bestand hat und schließlich nach vielen Plackereien doch noch zu einem guten Ende führt. Aber erst dann.)

Mittlerweile habe ich von psychologischen Ansätzen erfahren, die Märchen dafür einsetzen, Zugänge zum eigenen Erleben und der eigenen Entwicklungsgeschichte zu finden und sie dadurch therapeutisch nutzbar zu machen. Ich denke, da ist wirklich etwas dran. Jedenfalls haben mich Märchen, insbesondere Volksmärchen, nie mehr losgelassen, auch wenn dieses Buch meiner Kindheit leider schon vor vielen Jahren irgendwie abhanden gekommen ist.

Wir haben in dem Kreis darüber diskutiert, woher wohl die Märchen stammen mögen (die Wissenschaftler sind sich nicht einig) und welche Aufgabe sie ursprünglich hatten. Meine Meinung - jenseits aller Wissenschaftlichkeit: Volksmärchen dienen der Grundlegung einer Ethik! "Gut" und "Böse" werden eindeutig aufgezeigt, die dahinterstehende Ordnung ist einfach und überzeugend. (Fast) immer siegt zum Schluss das Gute! (Vielleicht gibt es Gegenbeispiele, sie sind mir aber z.Zt. nicht präsent). Kindern ist diese Ordnung in bestimmten Entwicklungsabschnitten sofort zugänglich und einleuchtend. Dabei sind die Märchen garnicht für Kinder erzählt (und später aufgeschrieben) worden, es waren ursprünglich Berichte für Erwachsene.

Montag, 13. September 2010

Lieblingszitate CXXXII

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Auf unserer Sommerreise waren wir auch einige Tage in München. Da sind mir einige Karl-Valentin-Zitate untergekommen, die ich unbedingt meinen Leserinnen und Lesern gönnen möchte. Heute die erste Kostprobe!


Die
Zukunft
war
früher
auch
besser

Karl Valentin


Gefunden auf einer Karl-Valentin-Postkarte, die ich in einem Museumsshop in München im August 2010 erworben habe.

Sonntag, 27. Juni 2010

Die Fußspur

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Ich bin ein Mensch, der von seinen Eltern sehr zur Ordentlichkeit erzogen worden ist, äußerlich und innerlich. Das ist irgendwo schon eine gute Eigenschaft, denn es betrifft auch meine Haltung gegenüber sozialen Ordnungen. Da ist mir in Fleisch und Blut übergegangen, Regeln einzuhalten und anderen das zukommen zu lassen, was ihnen offiziell zusteht. Soweit, so gut, aber es hat auch seinen Preis.


Denn wenn ich durch unseren Ort gehe, gerade am Wochenende, wenn Ruhe eingekehrt ist und ich mich einfach umschauen kann, sehe ich, dass offensichtlich viele Jüngere diesen Ordnungsgeist (oder Fimmel??) nicht mehr beigebracht bekommen haben oder gerade ihren Ärger über "die anderen" oder "die da oben" dadurch ausleben, dass sie z.B. die Straße zur Müllkippe erklären oder durch die 30-km-Innenstadtzone mit Lautstärke durchbrettern. Dann spüre ich die Nachteile meiner "frühen Sozialisierung": Entweder überkommt mich großer Ärger bis Abscheu (und tut damit meinem Blutdruck nicht gut) und eine aussichtslose Vorwurfshaltung - oder, versteckter, eine ziemliche Überheblichkeit. Vielleicht ja nur ein Kompensationsversuch für meinen Ärger, den ich nicht ausleben kann. Es tut schließlich gut, sich als edleren Menschen empfinden zu können, der verantwortlicher ist, anderen derartiges nicht antut und sich auch wenigstens einen Rest von ästhetischen Gefühlen angesichts dieser Schlampereien bewahrt hat.


Wenn ich aber nicht nur in diesem moralischen Imponiergehabe steckenbleiben möchte (es bringt leider kaum Punkte ... und macht die Straße nicht sauberer), fällt mir manchmal die folgende Szene wieder ein:


Vor über 25 Jahren wohnte ich vorübergehend in Charlottenburg in der Bleibtreustraße in einem etwas verwunschenen alten Haus in einer WG. Es gehörte zu den stattlichen Gründerzeithäusern, die dort der Stadt das Gepräge geben. Allerdings hatten die Bomben in ihm gewütet und in den höheren Stockwerken einige Teile der Hausfassade und der Wohnungen zum Verschwinden gebracht. Ein bemerkenswerter Anblick (noch heute!).Ich wohnte im obersten Stockwerk, also im dritten oder vierten Stock.


Eines Tages kam ich nach Hause und stellte fest, dass irgendwo im Haus gemalert wurde. Denn ein nichtsnutziger Mensch war mit seinen Schuhen in weiße Farbe getappst und hatte eine eindrucksvolle Spur im Hausflur hinterlassen. "Wie kann man nur...", "Hat der denn garnichts gemerkt?", "Wieso hat der denn das immer noch nicht saubergemacht?", "Wer war denn dieses Erdferkel (sozialere Form von "Schwein")?". Mit solchen Gedanken stieg ich die Treppe zum ersten Stock hoch. Etwas gedämpfter in meinen Anklagen war ich dann, als die Spur immer noch nicht aufhörte und mich ins nächste Stockwerk begleitete. "War das etwa jemand von uns aus der WG?" dachte ich schon sehr viel verhaltener, ansatzweise bereit, von einer Anklagehaltung auf Verteidigung und Rechtfertigung umzusteigen. Als die Spur dann immer noch nicht aufhörte, wurde ich allmählich kleinlaut und malte mir aus: "Mensch, was mache ich bloß, wenn ich das selbst gewesen sein sollte?". Vor der endgültigen Zerknirschung bewahrte mich allerdings die Tatsache, dass die Spur im vorletzten Stockwerk in eine fremde Wohnung führte. Erleichtert ging ich die letzten Stufen hoch... Immerhin habe ich dieses kleine Erlebnis bis heute nicht vergessen, es hat mich etwas bescheidener gemacht. Und machmal fällt es mir wieder ein, wenn mich ein moralischer Rigorismus und Überlegenheitswahn überfällt. Wo ist die eigene Nase? Noch dran?


Das kühlt dann mein Mütchen etwas ab und lässt mich wieder anderen Themen zuwenden. Gelegentlich hebe ich auch eine besonders hässliche Tüte auf der Straße auf und befördere sie in den nächsten Papierkorb, das beruhigt mich etwas und gibt mir immerhin ein aktives Gefühl.

Samstag, 26. Juni 2010

Kurz und schmerzlos - gleichzeitig Lieblingszitate CXXIX

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Wer könnte unseren Erdenaufenthalt kürzer und präziser benennen?

Nein, da hilft kein Prahlen und kein Trompeten, Schwester Almas Blick stutzt jeden auf das zurück, was er ist: ein Menschlein, das kommt, eine Weile lang schnauft und dann vergeht. [Hervorhebungen von J.L.]

Diese vortreffliche Beschreibung fand ich in dem launigen Buch von Dieter Moor, der seine Erlebnisse als aus der Schweiz zugereister "Neu-Ossi" im Brandenburgischen beschreibt und in liebevoll-ironischen Kapiteln die Menschen in seiner neuen Heimat vorstellt, hier die frühere Ortshebamme Alma.

In: Dieter Moor: Was wir nicht haben, brauchen sie nicht. 5. Aufl. - Reinbek b. Hamburg: Rowohlt Tb. Vlg. 2010. (= rororo 62475). S. 181.

Montag, 21. Juni 2010

Im Strom der Gedanken mitschwimmen

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Je mehr ich lese, desto häufiger erlebe ich, dass kluge Autoren schon lange vor mir Gedanken formuliert haben, die jetzt in mir selbst hochkamen und die ich zunächst ganz als meine Errungenschaft aufgefasst hatte. In jüngeren Jahren war ich über ähnliche Erlebnisse erstaunt und meistens ein wenig beschämt und beleidigt, weil ich damit offensichtlich nicht das „Urheberrecht“ für diese Idee hatte. Jetzt freue ich mich und fühle mich bestätigt, dass diese Idee offensichtlich sehr gut ist, so gut, dass sie meinem Vorläufer auch schon gekommen ist. Das ist doch ein echtes Kompliment!


Ich habe aber ebenso schon mehrfach erlebt, dass ich seit längerem Gedanken gehegt habe, die ich wertvoll und aufschreibenswert fand, ohne das jemals zu tun. Plötzlich finde ich diesen Gedanken, anders formuliert, vielleicht auch in einem anderen Zusammenhang, aber deutlich ähnlich meinem eigenen, in einer Zeitung oder einem Buch oder in einer Sendung, eindeutig erst n a c h meiner gedanklichen Akrobatik veröffentlicht. Schon wieder ist es nichts mehr mit einem „Copyright“ für meine Idee! Da ist mir jemand zuvorgekommen! Aber auch das finde ich mittlerweile wunderbar und bestätigend, denn meine Idee war offensichtlich so gut und überhaupt nicht abwegig, dass auch andere auf sie gekommen sind. So habe ich Bundesgenossen für gute Gedanken – und nicht mehr Konkurrenten, wie ich es früher eher empfunden hätte.


So kann ich im Strom der Gedanken mitschwimmen!

Montag, 7. Juni 2010

Lieblingszitate CXXV

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Lange schon reizt mich dieses Zitat, von dem ich mich immer wieder auch selbst angesprochen fühle. Allen Vielschreibern fürs Poesiealbum!


Gedanken sind nicht stets parat,

Man schreibt auch, wenn man keine hat.


Wilhelm Busch


In: Wilhelm Busch: Sämtliche Werke und eine Auswahl der Skizzen und Gemälde in zwei Bänden. Herausgegeben von Rolf Hochhuth. Im Bertelsmann Lesering. – Gütersloh: Mohn & Co. [o. J.] – Zweiter Band: Was beliebt ist auch erlaubt. Ausgewählt aus den S. 866 – 885.

Freitag, 26. März 2010

Dinosauria XVII: Frühlingsgefühle, das Röhren der Platzhirsche und Überlegungen zu berechtigtem Stolz

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Wahrscheinlich werden meine Leserinnen und Leser die Komposition meines neuen Themas sehr eigenartig finden. Alles gehört aber tatsächlich zusammen! Die Gedanken dazu rumoren schon länger in mir und das schöne Frühlingswetter hat - endlich! - auch einen konkreten Anlass dafür geschaffen: Solange Schnee lag und die Straßen zeitweilig spiegelglatt waren, fuhren alle Autofahrer "wie auf Eiern", wer will schon irgendwo seinen Lack ankratzen ... Jetzt, wo die Sonne lacht, röhrt es wieder überall auf den Straßen und die "Rennfahrer" erobern die Innenstadt mit ihren tollen Zwischenspurts zurück, auch wenn die Geschwindigkeit "offiziell" eingeschränkt ist. Wenn die Leute dann erst einmal auch noch ihre Motorräder aus dem Winterschlaf entmotten, wird es noch eine Spur lebhafter werden.

Irgendwie scheine ich damit ein echtes Problem zu haben. Warum kann ich es den - meist jungen - Leuten nicht gönnen, voller Stolz mit ihren Autos allen anderen mal zu zeigen, "was eine Harke ist" und so richtig schön markig aufzutreten? Wo es doch offensichtlich ist, dass sie es bitter nötig haben, denn sonst täten sie es nicht, zumal es nur eine "gekaufte" Leistung ist und keine, die auf wirklichem Können beruht? Ich habe mich aber schon immer in meinem Leben mit Angebern schwer getan und mochte auch die "Sieger" nicht, die ihren Ruhm nur auf die Niederlagen anderer stützten. Mir war immer alles das suspekt, was Menschen erhöht, wenn andere dafür die sozialen Kosten tragen, als (Zwangs-)Publikum oder als Unterlegene, die ihren Tribut entrichten müssen. Da bin und bleibe ich ein unverbesserlicher moralischer Puritaner...

Bleibt die Frage, was denn dann aber ein "berechtigter Stolz" wäre, wenn es so etwas überhaupt gibt. Ich will in Frühlingslaune ein wenig philosophieren: Der Beifall anderer ist wahrscheinlich hilfreich, aber nur dann werde ich wirklich mit mir selbst zufrieden sein und vielleicht sogar Stolz empfinden, wenn ich von meinem eigenen Tun tief in mir selbst überzeugt bin und mich selbst auch darin bestätigen kann. Es kann sich dabei um eine besondere Leistung, aber ebenso auch um eine schöne Eigenschaft handeln. Förderlich dürfte es zusätzlich sein, wenn alles einen sozialen Bezug hat und mein Tun für mich und andere irgendwie einen Fortschritt bedeutet. Aber auch ein noch so kleines Kunstwerk, nur für mich selbst geschaffen, kann mich stolz machen, wenn ich es selbst als gelungen ansehe, unabhängig davon, ob es für andere überhaupt interessant ist. Alles was mir jetzt gelingt, nachdem ich es mir bislang nicht zugetraut hatte, ist ein berechtigter Grund für Stolz! Wahrscheinlich sind derartige "Siege" über mich selbst auch die einzigen wirklich nachhaltigen Siege, denn bei ihnen gibt es tatsächlich nur mich selbst als Sieger und keine Unterlegenen, die vermutlich nur die nächste Chance abwarten würden, sich für meinen Triumpf zu rächen und mich durch meine dann eintretende Niederlage so zu demütigen, wie sie sich selbst zuvor von mir gedemütigt gefühlt haben. Solcher Stolz ist nicht bedroht und hat keine sozialen Kosten!

Das alles ist mir eingefallen, obwohl ich mich anfangs ja nur über die lauten Autos, ihre quietschenden Reifen und die oft zusätzlich aus den geöffneten Fenstern herausdröhnenden markigen Bässe geärgert hatte ... Das ist für mich auch eine Form von Selbsterforschung und hat in der Vergangenheit meistens dazu geführt, dass ich derartigen Erlebnissen gegenüber etwas toleranter werden konnte. Etwa in dem Sinne: Ich grinse in mich hinein, zucke die Schultern, schüttele ein wenig den Kopf und rege mich nicht weiter auf, lasse alles an mir abperlen und fühle mich nicht ständig provoziert. Eine Vorübung für mehr Gelassenheit, ein weiter Weg, aber sehr lohnend ... Außerdem: Mit zunehmender Taubheit werden mich die Bässe weniger stören, ihre Bewunderer allerdings werden noch vor mir richtig taub sein. Ob sie das schon begriffen haben?

Freitag, 12. März 2010

Heiterkeit - ein neuer Versuch (II)

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Die Heiterkeit lässt mich nicht ruhen, seitdem ich vor einigen Tagen über diese schöne Gemütslage an dieser Stelle etwas zu schreiben versucht habe.

Eins ist mir jetzt klarer als je zuvor: sie ist ein Geschenk und stellt sich wahrscheinlich von alleine ein, wenn alle Rahmenbedingungen halbwegs stimmen. Erzwingen lässt sie sich jedenfalls nicht, dann fällt alles Leichte von ihr ab und sie verabschiedet sich. Da ist sie ganz anders als z.B. die Traurigkeit, die einen depressiven Menschen eingefangen hat (eher ist es ja wohl anders herum!) und ihn nun nicht mehr loslässt, wenn er gegen sie ankämpft und ständig auf sie starrt.

Ich habe ebenfalls darüber nachgedacht, wen ich denn so als Gewährsmann (gerne auch -frau) nennen könnte, der z.B. in dieser Stimmungslage Gedichte und Texte geschrieben hat. Schwierig, wobei es natürlich auch daran liegt, dass ich nur wenig Belletristik lese und mich deshalb ungenügend auskenne. Der Einzige, der mir von früher her einfällt, ist Joseph von Eichendorff. Seine Naturgedichte ruhen in sich selbst und strahlen Frieden und Harmonie aus. Im "Taugenichts" kommt alles - fast ohne Anstrengung - nach anfänglichen Verwirrungen in geregelte Bahnen und nimmt dadurch einen erfreulichen Verlauf. Nur: ist das alles "echt" oder eher Ausdruck der Sehnsucht des Freiherrn, die er in seiner literarischen Welt ausleben konnte? Wie dem auch sei, seine Sprache erfreut mich auch heute noch. Mein liebstes Gedicht stammt von ihm (mein nächster blog-Eintrag!). Manchmal tut eine solche Stimmungslage richtig gut!

Mittwoch, 10. März 2010

Heiterkeit (I)

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Lauter schwerblütiger Kram, wenn ich mir meine Themen der letzten Tage ansehe. Ich will das nicht noch "toppen", obwohl sich mit Leichtigkeit dafür auch noch etwas finden ließe... Aber mein blog soll zu keiner "Klagemauer" verkommen, die den letzten Rest an Lebensfreude raubt.

Darum habe ich mich heute entschlossen, zur Abwechslung einmal etwas über Heiterkeit zu schreiben. Keine philosophische Untersuchung, auch keine Analyse aufgrund irgendwelcher tiefschürfender Literaturangaben, einfach so, was mir dazu einfällt:

Heiterkeit ist eine Gemütsverfassung, die sich eher leicht anfühlt, dabei aber alles andere als leichtsinnig ist und vor allem auch nicht leichtgewichtig. Nur eben ohne die Erdenschwere, die damit verbunden ist, wenn jemand sich über ein Thema erregt, böse wird, ums Rechthaben kämpft, in irgendeiner Weise dabei verbissen ist und im schlimmsten Fall auch Groll hegt und alle, die anders denken, als seine persönlichen Feinde betrachtet.

Heiterkeit erfordert dabei wahrscheinlich schon etwas Geist, eine dahinter stehende Lebenseinstellung, getragen von einem Wissen um die Dinge um uns und die eigenen Möglichkeiten, daran etwas mitzugestalten. Vermutlich hat sich nämlich ein heiterer Mensch schon einmal an Schwierigkeiten abgearbeitet und sich daran ausprobiert. Wahrscheinlich auch schon einmal eine "blutige Nase" geholt, wie alle Menschen, die tätig geworden sind und versucht haben, etwas in dieser Welt zu verändern. Manche verbiestern dann und rennen mit immer neuem Schwung immer wieder gegen Hindernisse an, jetzt erst recht! Irgendwann dürfte auch ihnen die Puste ausgehen. Andere resignieren, ziehen sich zurück oder verlegen sich aufs anklagende Maulen. Wer heiter ist, dürfte um seine Grenzen wissen, sie (halbwegs) akzeptieren und seine begrenzte Kraft nur dann einsetzen, wenn er eine Chance zur Verwirklichung sieht. Also bewahrt er einen langen Atem und behält dadurch eine Perspektive.

Wenn ich das so betrachte, hat Heiterkeit also nichts mit Naivität zu tun. Ein naiver Mensch kann vielleicht zufrieden und angenehm in seiner augenblicklichen Welt leben, weil es im "Hier und Jetzt" keine sonderlichen Problempunkte gibt. Alles andere blendet er aus oder nimmt es gar nicht wahr. Ein heiterer Mensch bewahrt sich seine Lebensstimmung trotz solcher Störungen und kann dennoch in sich ruhen.

Erst recht hat Heiterkeit nichts mit der "aufgeheiterten Stimmung" zu tun, die sich aus einer bierseligen Situation heraus ergibt, vielleicht angereichert durch mehr oder weniger intelligente Witze und Blödeleien. Wobei ein heiterer Mensch sicherlich geistreiche Witze auch schätzen wird (und bei Blödeleien vielleicht toleranter ist als ich).

Wenn ich schon einmal heitere Menschen erlebt habe, so fand ich am schönsten an ihnen, dass sie nicht egoistisch an ihrem "Besitz" von Heiterkeit festhielten (sie würde sich dann wahrscheinlich auch sofort verflüchtigen), sondern dass sie diese aufbauende gute Stimmung "ausstrahlen" wie eine Sonne, die ihre Umwelt mitwärmt. Alle in ihrer Umgebung bekommen davon etwas ab und sollten sich anstecken lassen! So kann ein heiterer Mensch eine Kraftquelle für sich selbst und seine Mitmenschen werden.

Vielleicht haben meine Leser und Leserinnen noch andere Vorstellungen von "Heiterkeit" oder Ergänzungen? Ich würde gern davon hören!

Freitag, 5. März 2010

Dinosauria XVI: Die Uhr meiner Mutter

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Diese kleine Geschichte wollte ich schon immer einmal aufschreiben. Heute habe ich die Muße, es tatsächlich zu tun, mit einem Lächeln, etwas Wehmut und einem freundlichen Gedenken an meine Mutter.


Es mag etwa 20 Jahre her sein. Ich besuchte einmal wieder meine hoch betagte Mutter. Ich sehe sie noch im Lehnsessel sitzen, mit der Decke zugedeckt, mit der wir uns jetzt zusätzlich wärmen, wenn es einmal sehr kalt wird. Ihr gegenüber stand der große Fernseher und auf ihm der alte Wecker, der gerade zu ihrem Leidwesen seinen Geist aufgegeben hatte.


Welche Chance für mich, ihr einmal etwas Gutes zu tun! Ich besorgte ihr eines von den damals modernen Geräten, die nach heutigem Standard wahrscheinlich aus der Steinzeit stammen: Es war elektrisch, ermöglichte die Wahl zwischen Klingelsignal und Radio zum Wecken und hatte auch schon eine Taste, um das Wecksignal fünf Minuten später zu wiederholen. Mit Hingabe erläuterte ich alles meiner Mutter, ließ sie es auch einmal ausprobieren und reiste wenig später mit der Genugtuung ab, ihr eine Freude bereitet zu haben. Sie war so dankbar gewesen!


Mein Bruder, der sie regelmäßig besuchte, erzählte mir dann später, sie habe ihm die Uhr mit Freude gezeigt, sie aber nicht angefasst. Dabei blieb es dann auch. Die Uhr hatte einen schönen Standort und meine Mutter benutzte sie nie. Ich habe sie dann später geerbt …


Damals habe ich dieses Verhalten meiner Mutter zunächst nicht verstanden, die Funktionen der Uhr waren doch soo einfach zu bedienen, wie i c h dachte. Pustekuchen! Seitdem ich selbst in die Dinosaurierjahre gekommen bin, verstehe ich Ruth Lüder jetzt viel besser. Sie wollte es nicht mit mir verderben und mich nicht enttäuschen, vielleicht hat sie sich auch tatsächlich gefreut, aber diese Technik war ihr viel zu kompliziert. Hätte ich ihr doch bloß einen alten Steinzeitwecker gekauft!


Junge Leute würden für diesen Wecker nicht einmal mehr ein müdes Lächeln aufbringen, dafür bedienen sie mit traumwandlerischer Sicherheit komplizierte Computeranwendungen, bei denen ich nur den Hut ziehen kann und nichts mehr verstehe und darauf angewiesen bin, dass jemand mir alles „idiotensicher“ einstellt. Beim nächsten Update oder irgendeiner Fehlermeldung stehe ich dann aber auch wieder „im Regen“. Ich bin eben der Sohn meiner Mutter.

Montag, 11. Januar 2010

Wir versinken im Schnee.

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Wer hätte das gedacht? Bei allem ständigen Reden über die zunehmende Erderwärmung und bevorstehende Klimakatastrophe in unseren Breiten noch ein richtiger Winter! So viel Schnee haben wir lange nicht mehr erlebt. Die Kinder freut es, wie eh und je!

Bei den Autofahrern sieht es schon etwas anders aus, zumal unsere Stadt auf den Seitenstraßen offenbar den Räumdienst vollständig eingestellt hat und die Fahrspuren auf eine einzige zusammengeschmolzen sind. Als der "dicke Bus" vom Fahrdienst meines Sohnes dann heute auch noch kam, ging zeitweilig nichts mehr. Aber auch diese Situation scheint etwas Gutes zu haben: Alle Beteiligten sind rücksichtsvoll miteinander, helfen sich gegenseitig aus der Schnee-Patsche und wechseln sogar ein paar Worte miteinander. Wann kommt das unter Fremden sonst schon noch vor?

Gestern habe ich einem Ehepaar aus dem Nachbarhaus, das mit uns den gemeinsamen Hof für die Autos teilt, beim Schneeschippen geholfen. Ich weiss nicht, ob wir uns zuvor schon einmal bewusst wahrgenommen hatten geschweige denn gegrüßt. So verbinden plötzlich unerwartete Ereignisse die Menschen. Nannte man so etwas in DDR-Zeiten nicht "Sobottnik"? Man möge mir die evtl. falsche Schreibweise verzeihen, aber als ich hierher in diese Region kam, war dieser Begriff schon "abgeschafft". Eigentlich schade! Sich gegenseitig helfen und solidarisch sein, kann man natürlich auch sagen. Dass das noch möglich ist, hat mich sehr gefreut!