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Samstag, 6. Februar 2021

Wir irren vorwärts

"Wir irren vorwärts" hat Robert Musil (1880 - 1942) gesagt.

Was  könnte  die z.T. manchmal hilflos anmutenden Versuche, Corona in den Griff zu bekommen, besser charakterisieren!? Rückwärts lässt sich dann alles gut kritisieren - und im besten Fall etwas für die Zukunft lernen. Dieses sicherlich nicht zufällig gerade jetzt ausgewählte Zitat habe ich als "Schlussstein" im Publik-Forum 1/2021 v. 15.1.21 gefunden.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Noch ein Kaleidoskop!

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Am 8.6. 19 hatte ich bereits eine Sammlung verschiedener Zitate hier in meinem blog veröffentlicht. Jetzt habe ich noch weitere gefunden, die mir auch gut gefallen und die ich durchs Aufschreiben vor dem Aus-den-Augen-Verlieren bewahren möchte!

Sie strammen wiederum aus dem am 8.6. erwähnten Kalender oder sind "Schlusspunkte" aus verschiedenen Heften des Publik-Forums.

Du lächelst -
und die Welt
verändert sich.

Buddhistische Weisheit

Wenn alles still ist, geschieht
am meisten.

Sören Kierkegaard (1813 - 1855)

Die Geschichte lehrt dauernd ,
aber sie findet keine Schüler.

Ingeborg Bachmann (1926 - 1973)

Geduld ist das Vertrauen, 
dass alles kommt,
wenn die Zeit reif ist.

Fernöstliche Weisheit

Optimist:
Einer, der Kreuzworträtsel mit
dem Kugelschreiber ausfüllt.

Marcel Achard (1899 - 1974)   

Donnerstag, 13. Juni 2019

Papst Franziskus zur Problematik sozialer Medien

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Als "Satz des Tages" fand ich in der MOZ v. 11.6.19 folgendes Zitat:


Papst Franziskus, Oberhaupt der katholischen Kirche, beklagte in seiner Pfingstpredigt eine sich ausbreitende "Kultur der Beleidigung": 

 "Je mehr wir soziale Medien nutzten, desto weniger sozial verhalten wir uns."

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Samstag, 8. Juni 2019

Kaleidoskop guter Gedanken

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Vor mir liegen Kalenderzettel! Und zwar Seiten aus einem Kalender, der zu jedem Tag einen (mehr oder weniger) klugen Ausspruch eines bekannten Zeitgenossen / einer bekannten Zeitgenossin  anbietet. Einige habe ich aufgehoben, sie haben mich in irgendeiner Weise besonders angesprochen. Bevor sie in einer meiner zahlreichen "Ablagen" verschwinden, will ich sie lieber hier einfach zitieren!


Wer nachtragend ist,
hat viel zu schleppen. 

Spruchweisheit


Dumme Gedanken hat jeder,
aber der Weise verschweigt sie.

 Wilhelm Busch (1832 - 1908)


Wer über jeden Schritt
lange nachdenkt, der steht
sein Leben lang auf einem Bein.

Buddha (Siddhartha Gaudama)


Eine schwere Zeit ist wie ein 
dunkles Tor. Trittst du hindurch,
trittst du gestärkt hervor.

Hugo von Hofmannsthal (1874 - 1929)


Erfahrungen sind Maßarbeit.
Sie passen nur dem, der sie macht.

Carlo Levi (1902 - 1975)


Wenn du etwas wagst, wächst dein Mut.
Wenn du zögerst, deine Angst.

Mahatma Gandhi (1869 - 1948)


Sag einer Person, dass sie mutig ist,
und du hilfst ihr, es zu werden.

Thomas Carlyle (1795 - 1881)


Willst du einen Freund
gewinnen, sei selbst einer.

Herbert Louis Samuel (1870 - 1963)

Es ist nicht von Bedeutung,
wie langsam du gehst, solange
du nicht stehenbleibst.

Konfuzius

Viele kleine Menschen, die an vielen kleinen Orten
viele kleine Dinge tun, werden das Anlitz dieser Welt verändern.

Sprichwort der Xhosa (südliches Afrika)




Der letzte Ausspruch macht Mut, besonders wenn ich ihn als Gegenpol zu meinem anderen blog-Eintrag vom heutigen Tag sehe!! Möge es so sein!! 



 

      

   

      
  

Freitag, 8. März 2019

Was Jeremias Gotthelf über die Liebe wusste

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In einem Abreißkalender für tägliche Zitate habe ich den folgenden schönen Fund über die Liebe gemacht. Auch die  Alten wussten schon Bescheid!

Es ist mit der Liebe
wie mit den Pflanzen:
Wer Liebe ernten will,
muss Liebe säen.

Jeremias Gotthelf

Über Jeremias Gotthelf steht dann noch weiterhin, dass er eigentlich Albert Bitzius hieß, von 1797 bis 1854 lebte und in der Schweiz Pfarrer und Schriftsteller war. 

Dienstag, 5. Februar 2019

Worte


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Worte können Mauern sein
oder Fenster.

Dieses Zitat verdanke ich Marshall B. Rosenberg (1934 - 2015).

Ich habe es gefunden als "Schlussstein" im Publik-Forum 17/2018. 

Samstag, 2. Februar 2019

Mascha Kalékos Aktualität

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Meine Frau zeigte mir das folgende Gedicht von Mascha Kaléko, das mich sehr beeindruckt hat. In der Gedichtausgabe findet sich keine Zeitangabe außer der Kapitelüberschrift "im Exil". Da Mascha Kaléko Deutschland 1938 verlassen hat, beziehen sich ihre Aussagen natürlich auf Nazi-Deutschland und die damaligen Schrecknisse. Aber wie viel davon könnte man auch heute in unserer Umwelt finden!

Zeitgemäße Ansprache


Wie kommt es nur, daß wir noch lachen,
Daß uns noch freuen Brot und Wein,
Daß wir die Nächte nicht durchwachen,
Verfolgt von tausend Hilfeschrein.

Habt ihr die Zeitung nicht gelesen,
Saht ihr des Grauens Abbild nicht?
Wer kann, als wäre nichts gewesen,
In Frieden nachgehn seiner Pflicht?

Klopft nicht der Schrecken an das Fenster,
Rast nicht der Wahnsinn durch die Welt,
Siehst du nicht stündlich die Gespenster
Vom blutigroten Trümmerfeld -?

Des Tags, im wohldurchheizten Raume:
Ein frierend Kind aus Hungerland,
Des Nachts, im atemlosen Traume:
Ein Anlitz, das du einst gekannt.

Wie kommt es nur, daß du am Morgen
Dies alles abtust wie ein Kleid
Und wieder trägst die kleinen Sorgen,
Die kleinen Freuden, tagbereit.

Die Klugen lächeln leicht ironisch:
Ca c'est la vie. Des Lebens Sinn.
Denn ihre Sorge heißt, lakonisch:
Wo gehn wir heute abend hin?

Und nur der Toren Herz wird weise:
Sieh, auch der große Mensch ist klein.
Ihr lauten Lärmer, leise, leise, 
Und laßt uns sehr bescheiden sein.

(zitiert aus: Mascha Kaléko: In meinen Träumen läutet es Sturm. Gedichte und Epigramme aus dem Nachlaß. - dtv Bd. 1294. 30. Aufl. der Taschenbuchausgabe 2011. S. 37 - 38)

 

Freitag, 13. April 2018

Meine Überzeugungen: Laotses "wahre Worte"


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Auch Laotse begleitet mich schon viele Jahre. Es sind also "kleine" und "große" Geister, denen ich viel zu verdanken habe! (Auch dieses Zitat veröffentliche ich erneut in meinem blog, ebenfalls in dem Rahmen, der mich z. Zt. sehr beschäftigt.)

Wahre Worte sind nicht schön.
Schöne Worte sind nicht wahr.
Tüchtigkeit überredet nicht,
Überredung ist nicht tüchtig.
Der Weise ist nicht gelehrt,
der Gelehrte ist nicht weise.
Der Berufene häuft keinen Besitz auf.
Je mehr er für andere tut,
desto mehr besitzt er.
Je mehr er anderen gibt,
desto mehr hat er.
Des Himmels Tao ist fördern, ohne zu schaden.
Des Berufenen Tao ist wirken, ohne zu streiten.

Laotse
"Tao te king", 81

Meine Überzeugungen: Was ich von Paul Maar und dem Sams gelernt habe

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Das folgende kleine Lied stammt aus einem Kinderbuch! Es ist das Lied des Sams aus einem der Sams-Bücher von Paul Maar ("Ein Sams für Martin Taschenbier")!

Es bedeutet mir viel, drückt es doch eine Grunderkenntnis aus, die mich schon viele Jahre in meinem Leben begleitet, auch wenn mir ihre Umsetzung nicht gerade leicht fällt.

"Einfache" Formulierungen können wichtige Sachverhalte meistens viel besser klarmachen als große gelehrte Abhandlungen. Darum liebe ich solche gelungenen Sprachgeschenke, denn so empfinde ich diese sprachlich und inhaltlich wunderbare kleine Perle.

Vor langer Zeit hatte ich dieses Zitat garantiert schon einmal in meinem blog aufgeführt. In dem jetzigen Zusammenhang passt es aber hervorragend, deshalb erneut


Andre können dich nicht ändern,
ändern musst du dich allein.
Du wirst nie die Andern ändern,
aber du kannst anders sein.

Lied des Sams

Donnerstag, 15. März 2018

Meine Überzeugungen: Rosa Luxemburg über Ferdinand Lassalle und die Wahrheit

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Wie Lassalle sagte,
ist und bleibt die revolutionärste Tat,
immer "das laut zu sagen, was ist".

Rosa Luxemburg

Meine Quelle für dieses Zitat war eine Postkarte! Aber dieses Zitat dürfte so bekannt sein, dass es hinlänglich viele zuverlässige Angaben darüber geben wird.

Lassalle und Luxemburg hatten sicherlich eine rein politische Interpretation des Weltgeschehens bei diesem Zitat im Auge. Es fasziniert mich aber besonders, weil es natürlich diesen Blickwinkel umfasst, gleichzeitig aber auch auf der individuellen psychologischen Ebene große Aussagekraft hat.

Viele Ereignisse der "großen", aber auch der Lokalpolitik zeigen, wie von den (kleinen und großen) Mächtigen ständig unbequeme Wahrheiten "unter den Teppich gekehrt werden", und derjenige massive Sanktionen befürchten muss, der daran rüttelt. Dass Diktaturen und Diktatoren schon immer so gehandelt haben und auch derzeitig handeln, davon sind die Zeitungen voll. Kritikwürdig sind dann aber meist die ausgemachten Gegner, und es fällt nicht schwer, den Verlust objektiver Berichterstattung in der Türkei zu beklagen und schlimme Vorahnungen auf mögliche Entwicklungen z.B. in Polen zu haben. Aber auch "die eigene Nase" in westlichen "Vorzeigestaaten" darf angefasst werden, wenn es um Enthüllungen von Whistleblowern wie Edward Snowdon geht ... Aber bereits im AT war es für Propheten lebensgefährlich, den göttlichen Auftrag auszuführen und dem Volk und den Herrschern den Spiegel vorzuhalten. Jona hat sich vergeblich dagegen zu wehren versucht...

Aber auch im kleineren Rahmen kann es großen Ärger geben, wenn jemand an "Familiengeheimnissen" rührt und sich um Aufklärung bemüht und damit ungeschriebene Gesetze verletzt. Allerdings ist es in allen familientherapeutschen Ansätzen klar, dass nur auf diesem Weg Veränderungen eingeleitet und frühere Wunden und Ungerechtigkeiten gegenüber ausgegrenzten Familienangehörigen ausgesöhnt werden können.

Von moderner Familientherapie ist es dann nur noch ein kleiner Schritt zurück zu den revolutionären Erkenntnissen der Psychoanalyse: Unerwünschte, ängstigende und beschämende Erlebnisse und Vorstellungen werden ins Unbewusste verdrängt. Sie an die Oberfläche zu holen und sich bewusst   zu machen, ist auch eine revolutionäre Tat und ein Akt der Selbstbefreiung, vor der sich aber die meisten Menschen durch massive Widerstände zu schützen versuchen. 

 

Meine Überzeugungen: Die Bedeutung des Erinnerns bei Baal Schem Tov

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Zu diesem Zitat habe ich eine ganz besondere Beziehung. Einerseits ist es eines der ältesten aus meiner "Sammlung", die ich irgendwann einmal vor etwa 35 Jahren angefangen habe. Andererseits wird hier eine fundamentale Wahrheit mitgeteilt, die für mich eine grundlegende Bedeutung hat: Nur wenn ich mich an eigene oder kollektive Ereignisse der Vergangenheit erinnere, gegebenenfalls diese betrauere, bin ich frei für Zukünftiges, ohne dass mich ungeahnte Verstrickungen an Früheres fesseln. Hier nun das Zitat:

Nicht im Vergessen, sondern im sich Erinnern besteht das Geheimnis der Erlösung.

Baal Schem Tov 

Von diesem Autor weiß ich nur, dass er im 18. Jahrhundert gelebt hat. Das Zitat verdanke ich einem Programmheft der Berliner Schaubühne aus dem Jahr 1982 zu dem Stück "Der Dibbuk".

 

Mittwoch, 14. März 2018

Meine Überzeugungen: Was ich von Bertrand Russell gelernt habe

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Vor langer, langer Zeit zu Beginn meines Studiums habe ich mich mit Bertrand Russell und seinem Buch "Warum ich kein Christ bin" auseinandergesetzt. Zwar kritisiert er das Christentum scharf, positioniert sich aber auch eindeutig hinsichtlich seiner Überzeugungen und formuliert ein Kapitel "Woran ich glaube". Daraus stammen die beiden folgenden Zitate:

Das Glück ist wahr, auch dann, wenn es ein Ende finden muss, und auch das Denken und die Liebe verlieren nicht ihren Wert, weil sie nicht ewig währen.
und

Das gute Leben ist von Liebe beseelt und von Wissen geleitet.
Beide Zitate aus: Bertrand Russell: Warum ich kein Christ bin. - Reinbek b. Hamburg: Rowohlt 1968. (= rororo 1019-1020). S. 62 (1. Zitat) und S. 64 (2. Zitat als Kap.-Überschrift)

Meine Überzeugungen: Erich Fromms Buddha-Zitat

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Beim Nachschlagen des Erich-Fromm-Textes habe ich nach langer Zeit wieder einmal in seinem Buch "Psychoanalyse und Ethik" geblättert. Und dabei wieder das Buddha-Zitat gefunden, das Fromm als Motto seinem Text vorangestellt hat, was ja nichts anderes besagen dürfte, dass er selbst es als eine Grundlage seines Denkens ansieht. In Dankbarkeit schließe ich mich an. (Es gibt so viele große Denker, denen die Menschheit dankbar sein könnte ...)


Seid euer eignes Licht.
Seid eure eigne Zuversicht.
Haltet euch an die Wahrheit in euch selbst
als das einzige Licht. 
BUDDHA 

zitiert nach Erich Fromm, Psychoanalyse und Ethik, Motto

Donnerstag, 4. Januar 2018

Meine Überzeugungen: "Was ich von Erich Fromm gelernt habe"

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Das folgende Zitat von Erich Fromm hat mich seit Studentenzeiten begleitet und mir eine Orientierung gegeben. Es hat meine Gedanken im Post v. 2.1.2018 zum Thema "Sinn" stark beeinflusst. [Ich hatte es bereits früher gepostet. Weil es aber zwingend in den Zusammenhang meiner jetzigen Überlegungen gehört, wiederhole ich dies heute.]

Der Mensch kann auf historische Widersprüche [von Menschen erzeugte Probleme und Ungerechtigkeiten, Anm. JL] reagieren, indem er sie durch eigenes Handeln aufhebt; existentielle Widersprüche [der unausweichliche Tod, Anm. JL] dagegen kann er nicht aufheben, sondern nur auf verschiedene Art darauf reagieren. Er kann sie durch beruhigende und beschönigende Ideologien beschwichtigen. Er kann seiner Ruhelosigkeit durch äußerste Aktivität, sei es in Vergnügungen oder in der Arbeit, zu entfliehen suchen. Er kann seine Freiheit aufzuheben suchen, indem er sich zu einem Instrument außer ihm liegender Mächte macht, mit denen er sein Ich identifiziert. Trotzdem bleibt er unzufrieden, angsterfüllt und ruhelos. Es gibt nur eine Lösung: Der Wahrheit ins Auge sehen und sich mit dem fundamentalen Alleinsein und der Verlassenheit in einer Welt abfinden, die dem menschlichen Schicksal gegenüber indifferent ist, und anzuerkennen, dass es keine den Menschen transzendierende Macht gibt, die sein Problem für ihn lösen kann,

Der Mensch muss die Verantwortung für sich selbst übernehmen und sich damit abfinden, dass er seinem Leben nur durch die Entfaltung seiner eigenen Kräfte Sinn geben kann. Aber dieser Sinn bedeutet nicht Gewissheit; das Suchen nach einem Sinn wird durch den Wunsch nach Gewissheit sogar erschwert. Ungewissheit ist gerade die Bedingung, die den Menschen zur Entfaltung seiner Kräfte zwingt. Sieht er der Wahrheit furchtlos ins Auge, dann erfasst er, dass sein Leben nur den Sinn hat, den er selbst ihm gibt, indem er seine Kräfte entfaltet: indem er produktiv lebt. Nur ständige Wachsamkeit, Aktivität und unermüdliches Bemühen bewahrt uns davor, in der wesentlichen Aufgabe zu versagen - in der Aufgabe, unsere Kraft voll zu entwickeln innerhalb der Grenzen, die durch unsere Lebensgesetze gezogen sind. Der Mensch wird nie aufhören, immer wieder verwirrt zu sein und sich neue Fragen zu stellen. Nur wenn er die menschliche Situation, die seiner Existenz innewohnenden Widersprüche und seine Fähigkeit der Entfaltung erfasst, kann er seine Aufgabe lösen: er selbst und um seiner selbst willen zu sein und glücklich zu werden durch die volle Verwirklichung der ihm eigenen Möglichkeiten - der Vernunft, der Liebe und der produktiven Arbeit.

           Erich Fromm: Psychoanalyse und Ethik. - Zürich: Diana-Vlg. 1954. S. 59 - 60.

Mittwoch, 7. Juni 2017

Lieblingszitate: Lao-tse als Wegweise(nde)r

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Nur wer sein Ziel kennt,
findet den Weg

Lao-tse

gefunden auf einer Postkarte aus den "Gärten der Welt" in Berlin-Marzahn, die z.Zt. die Bundesgartenschau beherbergen, sie ist aber schon viel länger in meinem Besitz

 

Lieblingszitate: Marc Chagall über das Altern

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Das folgende Zitat fand ich als "Schlussstein" im Publik-Forum 6/2017 v. 24.3.2017:

Die Leute, die nicht zu altern verstehen,

sind die Gleichen, die nicht verstanden

haben, jung zu sein


Marc Chagall (1887 - 1985)

Dienstag, 1. Juli 2014

Mein Motto für den Monat Juli 2014: eigene Grenzen erkennen


JEDER MUSS WISSEN,
DASS ER ERHÄLT, WAS ER
BEWUSST ERLAUBT ODER
UNBEWUSST ZULÄSST.

Henry Cloud


Diesen Ausspruch fand ich kürzlich auf einer Vortrags-Ankündigung zum Thema "Gesunde Grenzen setzen". Den Referenten aus den USA kannte ich bisher nicht, aber sein Themenangebot klingt vielversprechend. Er wendet sich dabei besonders an kirchliche Kreise, die vielleicht traditionell besonders in der Gefahr stehen, durch falsch verstandene Nächstenliebe sich zu viel gefallen zu lassen, aber das Thema ist so universell und dürfte deshalb für viele Menschen nachdenkenswert sein.

Montag, 23. Juni 2014

Lieblingszitate CLXXI: Nelson Mandelas Berge


Dieses schöne Zitat, das aufzeigt, wie ein erreichtes Lebensziel den Blick weitet und ihn frei macht für neue Aufgaben, fand ich als "Schlussstein"  im Publik-Forum 7/2014 v. 11.4.2014:


Wenn man einen hohen Berg bestiegen
hat, stellt man fest, dass es noch viele
andere Berge zu besteigen gilt.

Nelson Mandela

Donnerstag, 24. April 2014

Lieblingszitate CLXX: Das Licht weitergeben




Ich weiß nicht mehr genau, wie ich zu diesem Spruch gekommen bin, wahrscheinlich war er in einer Lostrommel mit schönen Aussagen. Jedenfall liegt jetzt der kleine Zettel auseinandergefaltet vor mir, ein Hauptgewinn! Ich denke,  jeder Mensch kann etwas mit ihm anfangen, ob gläubig oder bekennender Atheist!


Das Licht in deinem
Leben gibt dir Gott
zum Weitergeben.

Dienstag, 15. April 2014

Lieblingszitate CLXIX: Die revolutionärste Tat



Wie Lassalle sagte,


ist und bleibt die revolutionärste Tat,


immer "das laut zu sagen, was ist".


Rosa Luxemburg (1871 – 1919)


Dieses Zitat hat mich in der letzten Zeit besonders bewegt! Im privaten und im öffentlichen Bereich habe ich viele Bespiele erlebt. Entsprechend mutig muss der "Sager" sein, seine eigentlich so einleuchtende, wenn auch ungeliebte Aussage zu treffen. Manche Propheten bangten um ihr Leben, bei uns kleineren Leuten hat man immerhin schnell den Ruf des "Nestbeschmutzers" weg. 

Diesen Spruch fand ich auf einer "discordia-postkarte". Ich habe ihn Rosa Luxemburg zugeordnet, auch weil mir gut gefällt, dass auch sie zitiert! So kannte ich das bisher nur von Bertolt Brecht in einer seiner Keuner-Geschichten. Unsere Gedanken stammen aus dem Strom der Menschheitsgeschichte und sind nur ganz selten eine Novität...