In diesem Sinne eines "Neustarts" will ich mich nicht mit vielen "Nacharbeitungen" aufhalten, lasse einfach ein paar Monate aus der Systematik ausfallen und beginne mit dem laufenden Monat neu!
Freitag, 9. November 2012
Mein Motto für den Monat November 2012: Was bleibt
In diesem Sinne eines "Neustarts" will ich mich nicht mit vielen "Nacharbeitungen" aufhalten, lasse einfach ein paar Monate aus der Systematik ausfallen und beginne mit dem laufenden Monat neu!
Donnerstag, 28. Juni 2012
Lieblingszitate CLXVIII: Nein!
Donnerstag, 1. September 2011
Vorbilder: Astrid Lindgren
ein spätes Reisemitbringsel von meiner Sommerreise nach Schweden!
Mit einem Kind nach Schweden gefahren zu sein, führt automatisch dazu, auf Schritt und Tritt Hinweise auf Astrid Lindgren zu finden. Aber das kann auch für Erwachsene ein Vorteil sein! Wer hat sich je so für die Rechte von Kindern eingesetzt und so kuriose und auch schöne Texte ersonnen, ein Genuss für Kinder, aber auch für Erwachsene, die ihnen vorlesen! Ich werde zwar nicht den Eindruck los, dass sie irgendwie auch das für immer verschwundene Land ihrer Kindheit verklärt und damit besonders in ihren Bullerbü-Büchern einen Mythos schafft, der ungesund ist, wenn man sich Zeit seines Lebens darin aufhalten möchte, ihn aber immer wieder einmal besuchen, das ist ein modernes Märchen zum Träumen, sollte Alt und Jung sie nicht dafür lieben!? Und es gibt noch so ganz andersartige Texte von ihr, an die ich mich zwar nur schemenhaft erinnere, die mich aber damals als Erwachsenen ganz in ihren Bann gezogen hatten, wie „Mio, mein Mio“ und „Die Brüder Löwenherz“.
Was mir aber jetzt besonders an Astrid Lindgren gefällt, ist ihre humorvoll-ironische Art und Weise, mit dem eigenen Altern und allen Gebrechlichkeiten umzugehen, wie ich es in dem folgenden Zitat gefunden habe:
Ich zitiere aus dem neuesten Baedeker über Südschweden (Ostfildern 2011, S. 351):
Für „ihren Sinn für Gerechtigkeit, Gewaltfreiheit, Verständnis für Minderheiten und auch für ihre Liebe zur Natur“, erhält Astrid Lindgren 1994 in Stockholm den Alternativen Nobelpreis. 1996 benennt die Russische Akademie den neu entdeckten Asteroiden Nr. 3204 nach ihr, 1997 wird sie als Schwedin des Jahres ausgezeichnet. Mit einem Augenzwinkern bedankt sie sich beim Publikum: „Ihr verleiht den Preis an eine Person, die uralt, halb blind, halb taub und total verrückt ist. Wir müssen aufpassen, dass sich das nicht rumspricht.“
Als sie dies ausspricht, ist sie 90 Jahre alt (oder jung?)!!!
[Die farbliche Heraushebung folgt dem Baedeker, die Fettschrift ist hingegen meine Hinzufügung.]
Freitag, 1. Juli 2011
Mein Motto für den Monat Juli 2011: Wir sind der Wandel - wer sonst?
Mahatma Gandhi
Günter Kunerts alter Pharao besingt das Verwelken
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Ältere Männer, die in kluger Weise über ihr Altern reflektieren oder es sogar ironisieren, haben etwas Faszinierendes für mich, wenn Frauen das tun, allerdings nicht minder! Da habe ich ein hervorragendes Beispiel aus der letzten Zeit, nämlich den Bericht über eine Dichterlesung von Günter Kunert in Frankfurt/O.
Ich zitiere aus dem Bericht von Uwe Stiehler, der unter dem Titel „Alter Pharao besingt das Verwelken – Günter Kunert zu Gast in Frankfurt“ am 5.5.2011 in der MOZ erschienen ist.
[…]
Und mit seinen Worten belächelt, verflucht und verdaut der 82-Jährige auch das eigene Älterwerden. Das hat er zum Beispiel in dem äußerst vergnüglichen Büchlein „Der alte Pharao spricht mit seiner Seele“ getan. Auch das stellte er in Frankfurt vor. Es ist eine Ode auf „Sauseschrittverweigerer“, eine Einladung, mit der Zeit stehenzubleiben, und eine ironische Beschreibung des eigenen Verwelkens, wenn der alte Mann zum Beispiel im Zugabteil von Eva träumt, ihren Apfel aber zurückweist. Weil der nicht altersgerecht ist.
„Danke Eva.
Aber mein Gebiss!
Der Dentist hat mich gewarnt.
Deswegen muss ich mich
der Sünde enthalten. Und
weiterschlafen
bis zur
Endstation.“
Meine Bücher
.
Bücher sind mein Leben, so dachte ich jedenfalls bisher und handelte jahrelang danach: ich sammelte sie mit Leidenschaft. Das ist nichts Ungewöhnliches, denn ich habe schon viel in meinem Leben gesammelt, als Kind Briefmarken, später ebenso Mineralien und Versteinerungen, Schallplatten oder CDs mit klassischer Musik, auch schon Zeitungsausschnitte und Postkarten, immer aber mit Begeisterung und einem Sammlerherz, das es nach Vervollständigung seiner Sammlung drängte. So als würde ich dadurch das Leben an mich heranholen und konservieren können, wenn ich mich mit Schönem und Seltenem umgebe.
Aber Bücher waren dabei immer mein Schwerpunkt. Schon als Kind liebte ich meine Schätze, und ich kann mich noch daran erinnern, wie ich, schon etwas älter, in unser Warenhaus lief und mein Taschengeld in Taschenbuch-Remittenten umsetzte, die billig verramscht wurden. Das wurde nur kurzfristig unterbrochen, als die Mono-Schallplatten vom Markt genommen wurden und ich mir mit ihnen meine erste Musiksammlung „aufbaute“. So kam einiges bei mir zusammen, überstand verschiedenste Umzüge und wuchs und wuchs. Umzüge waren allerdings immer wieder einmal ein Anlass, meine Bestände zu sortieren und auch einmal mehrere Kisten Bücher auszusortieren. Aber meine Sammlerlust blieb davon unberührt und es störte mich kaum, dass ich nur wenige dieser Schätze richtig durchgearbeitet habe. Das erkennt man dann allerdings an zahllosen Bemerkungen und Textmarker-Anstreichungen in einigen Büchern, die habe ich wirklich „durchgekaut“. In vielen anderen Fällen aber war für mich ein Thema schon dadurch „gegessen“, dass ich mir ein kluges Buch darüber ins Regal stellte, so nach dem Motto: „Wenn ich es dann wirklich einmal etwas genauer wissen will, kann ich ja nachschlagen.“
Bei einigen Themen war ich (vorübergehend) tatsächlich „auf dem Laufenden“, vor 20 Jahren habe ich sämtliche Psychotherapie-Führer, die seinerzeit auf dem Markt waren, besessen und war stolz darauf. Mittlerweile haben mich die Bücherberge der Neuerscheinungen längst überrollt und mein Interesse hat sich stark gewandelt.
Dafür gab es vor vielen Jahren schon einmal einen ersten Anstoß. Ich bin ihm damals zwar noch nicht gefolgt, aber ich habe ihn niemals vergessen: Ich lernte einen Benediktiner-Pater kennen, der wie ein väterlicher Freund zu mir war und den ich eine Zeit lang häufiger in seinem kleinen Kloster besuchte. Auch er liebte Bücher. Wir lasen uns gegenseitig manchmal etwas vor. Er hatte seine Bücher mit Bleistift-Notizen gefüllt und fand seine Lieblingszitate sofort. Als ich ihn einmal in seinem Zimmer besuchen durfte, stellte ich fest, dass er nur ein einziges schmales Bücherregal darin besaß: Diese Bücher genügten ihm, er habe alle schon mehrfach gelesen. Mehr brauche er nicht. Er hätte früher auch mehr Bücher besessen, die hätte er alle an die Klosterbibliothek abgegeben. Und wenn ihm jetzt jemand ein Buch schenke, so würde er es nach dem Lesen entweder ebenfalls in die Bibliothek weiterreichen oder weiter verschenken. Mich erinnerten seine Worte an ein Gedankenspiel aus Selbsterfahrungsgruppen: „Was würde ich auf eine einsame Insel mitnehmen, wenn ich nur zwei Koffer mitnehmen dürfte …“
Dieses Bild von Wichtigkeit, die ein Besitz für mich haben müsste, damit ich ihn unbedingt bei mir behalten möchte, habe ich seither zwar nicht vergessen, aber erst in den letzten Monaten auch etwas davon in Taten umgesetzt: Meine Schwiegermutter hatte entdeckt, dass man bei Amazon eigene Bücher verkaufen kann. Bei vielen lohne es sich kaum, einige brächten aber tatsächlich einen guten Ertrag. Auch meine Frau versuchte es und war erfreut über manchen guten Verkauf. Lange sträubte ich mich, allerdings war ich immer neugierig, ob meine Bücher noch irgendeinen Wert besitzen oder weitgehend unverkäuflich sind und testete einige auf ihren erzielbaren Preis hin. Und seither verkaufe ich Bücher!!! Und trenne mich von manchen liebgewordenen Schätzen. Aber das stimmt ja gar nicht: Bücher, die mir wirklich etwas bedeuten, behalte ich natürlich. Das sind aber viel weniger als gedacht. Die vielen Titel, die ich mir früher nur mit dem Gedanken gekauft habe, zu diesem Thema müsste ich auch etwas besitzen, und die dann ungelesen im Regal verschwanden, sind mir meistens nicht mehr sehr wichtig, ich kann gut von ihnen lassen… So werden meine Regale langsam etwas leerer, die Übersichtlichkeit steigt und meine Erben werden später etwas weniger zu bearbeiten (und wegzuwerfen ) haben. Ich bin erstaunt über mich, wie wenig ich dies als Verlust erlebe, viel stärker als Erleichterung und mit dem Bedauern, dass so viele Titel offensichtlich unverkäuflich sind. Ich werde viele nur verschenken können oder ins Altpapier tun müssen.
Außerdem, was macht’s? Der nächste Sammler steht schon in den Startlöchern: Mein kleiner Sohn Paul Jakob hat sich diese Bücherliebe von seinen Eltern abgeguckt und besitzt selbst schon eine stattliche, immer mehr wachsende „Sammlung“!
Freitag, 8. April 2011
Vorbilder: Rolf Hochhuth

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Anfang April habe ich in der Zeitung gelesen, dass der streitbare Autor und Dramatiker Rolf Hochhuth 80 Jahre alt geworden ist. Es ist bekannt, dass sich Charakterzüge bei älteren Menschen verfestigen können, einige Menschen werden etwas starrsinnig, andere wunderlich. So berichteten die Medien vor einiger Zeit über eigenartige Querelen zwischen Hochhuth und dem Brecht-Theater in Berlin am Schiffbauerdamm. Ich weiß davon zu wenig und will mir kein Urteil erlauben.
Aber selbst wenn da einiges geschehen sein sollte, was vielleicht dem Alter geschuldet werden könnte, bleibt bei Hochhuth eine erstauliche Lebensbilanz und eine kritisch-engagierte Einstellung zu den Ereignissen in unserer Welt, die ich bewunderungswürdig finde. Deshalb mein kleiner Bericht unter der Rubrik "Vorbilder", in der ich besonders von mir geschätzte "Querdenker", die sich nicht anpassen und für ihre Ideale streiten, vorstellen möchte.
In der MOZ vom 1.4.11 fand ich eine kurze (durchaus kritische) Würdigung, aus der ich hier einige Passagen zitieren möchte:
Berlin (dpa/epd) Rolf Hochhuth schreibt immer noch und erregt sich auch im hohen Alter weiter über Unrecht in der Welt über "unser pervers gewordenes kapitalistisches System" - und manchmal auch über die Theater, die ihn nur noch wenig spielen. Der Dramatiker ("Der Stellvertreter") ist weiterhin erstaunlich kämpferisch, ein moderner Wutbürger mit sozialem Gewissen - auch wenn Hochhuth in den vergangenen Jahren nach einigen öffentlichen Auftritten, bei denen er sich äußerst streitbar zeigte, manchmal belächelt wurde. [...]
In dieser Würdigung werden noch verschiedene Themen genannt, die Hochhuth im Laufe seines Lebens an die Öffentlichkeit gebracht hat, indem er den Finger in noch nicht verheilte Wunden steckte und Diskussionen ins Rollen brachte: Das Schweigen des Papstes in der NS-Zeit zu den Juden-Morden, der Luftkrieg der Alliierten gegen die deutsche Zivilbevölkerung, die Karriere von NS-Richtern in der BRD (Hans Filbinger) und anderes mehr. Offenbar immer schon nach dem Motto "Viel Feind - viel Ehr"! Bewunderungswürdig!
Samstag, 19. Februar 2011
Mein Motto für den Monat Februar 2011
Die Zeit ist schon vorangeschritten, heute ist bereits der 19. Februar. Aber ich will es mir nicht nehmen lassen, dennoch ein spätes "Monatsmotto" in meinen blog zu setzen, der erste wirkliche Text in diesem Monat. Dafür einer, der es in sich hat!
Zu sehen und zu hören –
was in mir ist und mit mir ist,
und nicht, was dort sein sollte,
dort war oder vielleicht sein könnte!
Zu sagen – was ich fühle und denke,
und nicht, was ich sagen sollte!
Zu fühlen – was ich fühle,
und nicht das, was ich fühlen sollte!
Zu fragen – was ich möchte,
und nicht warten, warten, warten auf Erlaubnis!
Zu wagen – was mich reizt,
statt immer nur „Sicherheit“ zu wählen!
Ich probier´s einfach aus!
VIRGINIA SATIR
Aus: Virginia Satir und Michele Baldwin, Familientherapie in Aktion, Paderborn 1999.
(Seitenzahl habe ich leider nicht.)
In meiner Sammlung seit dem 3.8.2001.
Montag, 3. Januar 2011
Spielregeln für die Menschheit: Das Projekt "Weltethos"
Ich möchte das in meinem letzten blog zuletzt erwähnte Thema wieder aufgreifen:
Mich hat schon immer die Frage fasziniert, nach welchen "Spielregeln" ein Zusammenleben aller Menschen auf diesem Planeten besonders gut funktionieren könnte. Alle "Heilslehren", die dies bisher der Menschheit bringen wollten, sind daran gescheitert, dass sie andere bereits existierende Lehren ersetzen wollten und deshalb auf großen Widerstand stießen. Oder dass Fanatiker und Machtlüsterne sich ihrer bemächtigten und sie "umfunktionierten" und damit gegen das Gebot von Freiheit im Denken und im Lebensvollzug verstießen. So geschehen mit den Idealen der Französischen Revolution durch ihre eifrigsten "Verfechter"!
Was könnte dagegen Abhilfe leisten? Auf der religiösen Ebene gibt es bereits das große Projekt "Weltethos", initiiert von dem katholischen Theologen Hans Küng. Er ruft die großen Religionen auf, in einen Dialog zu treten und sich auf ihre ethischen Gemeinsamkeiten zu besinnen, die die Grundlage für ein friedliches Zusammenleben der Menschheit bilden könnten.
Ein großartiges Ansinnen! Mir ist es allerdings noch etwas zu theologisch, und ich würde es gern um alle anderen ethischen Grundsätze erweitern, die im Laufe der Kulturgeschichte der Menschheit von ihren Vordenkern in einem Diskurs in Jahrhunderten und Jahrtausenden entwickelt worden sind. Um die Erde auch zukünftig zu einer (ohnehin sehr gefährdeten) Heimat der Menschheit zu machen, ist es mehr als notwendig, dass alle Gutwilligen zusammenstehen und ihre Kräfte bündeln, egal aus welchem weltanschaulichen Lager sie anfangs aufgebrochen sind. Die Religiösen haben es dabei allerdings etwas leichter als die Atheisten, denn sie können hoffen, dass ihre Überzeugungen in irgendeiner Form eine göttliche Verankerung außerhalb ihrer selbst haben. Die Atheisten hingegen können sich nur auf den bisherigen Diskurs der Menschheit beziehen. Ihre Werte sind also eine menschlich-kulturelle Schöpfung, für die sie ganz allein die Verantwortung übernehmen müssen. Vielleicht fällt ihnen aber dadurch die Toleranz gegenüber Varianten im Denken etwas leichter als einem Gläubigen die Toleranz gegenüber fremden Dogmen...
Um das Projekt "Weltethos" noch etwas konkreter darzustellen, füge ich einige Erläuterungen an, die ich "Wikipedia (de)" entnommen habe:
1993 trafen sich in Chicago Vertreter vieler Religionen, die eine "Erklärung zum Weltethos" verabschiedeten. Sie formulierten folgende Leitsätze:
- "Verpflichtung auf eine Kultur der Gewaltlosigkeit und der Ehrfurcht vor allem Leben,
- Verpflichtung auf eine Kultur der Solidarität und eine gerechte Wirtschaftsordnung,
- Verpflichtung auf eine Kultur der Toleranz und ein Leben in Wahrhaftigkeit,
- Verpflichtung auf eine Kultur der Gleichberechtigung und die Partnerschaft von Mann und Frau."
Freitag, 10. Dezember 2010
Der Kniefall

Vierzig Jahre ist es her, dass Willy Brandt in Warschau vor dem Denkmal des Ghetto-Aufstandes niederkniete. Ein berühmtes Bild! Und eine große Geste, wie ich mich an keine zweite in meiner Lebenszeit erinnern kann. Ein Angebot von Versöhnlichkeit und Frieden angesichts einer ungeheuren nationalen Schuld, zu der sich dieser Politiker in Demut vor aller Welt bekennt. Das werde ich ihm nie vergessen!
(Vergessen hätte ich natürlich diesen Jahrestag. Den nötigen Hinweis fand ich in der Berliner Ztg. v. 4.12.2010 in dem Artikel von Jens Mattern: Demutsgeste für die Versöhnung. Vor 40 Jahren ehrte Willy Brandt in Warschau die Opfer der deutschen Gewaltherrschaft.)
Dienstag, 18. Mai 2010
Vorbilder: Bettine von Arnim
Ein wenig war der Zufall aber doch an meiner Wahl beteiligt. Ich suchte für eine gute Freundin ein Geburtstagsgeschenk und stieß über eine Rezension auf die folgende Biographie von Bettine von Arnim:
Michaela Diers: Bettine von Arnim. - München: Deutscher Taschenbuch Vlg. 2010. (= dtv premium 24 772).
Aus den beiden Klappentexten des Buches habe ich den folgenden Text zusammengestellt, der z.T. wörtliches Zitat ist, z.T. von mir sinngemäß ergänzt:
"Wer wagt, selbst zu denken, der wird auch selbst handeln."
Für Bettine Brentano, 1785 - 1859, war das Schreiben Schicksal: Sie war die Enkelin einer Dichterin, die Schwester eines Dichters (Clemens Brentano) und die Frau eines Dichters, nämlich von Achim von Arnim, und hatte auch Kontakt zu Goethe. Als sie Achim von Arnim heiratete, erfüllte sie mit Liebe und Fürsorge ihre Pflichten als Ehefrau und Mutter. Doch war sie sich immer sicher, dass es noch ein anderes Leben geben müsse. Ihre kreative Energie, bisher durch Konventionen und Pflichten gefesselt, brach sich nach dem frühen Tod ihres Mannes Bahn und machte sie zur Publizistin und politisch engagierten Frau. Das brachte ihr auch viel Ärger ein, denn sie nutzte ihre priviligierte Position als Dame von Stand dafür, um die Zustände im Lande anzuprangern. Das tat sie sogar in einem Buch, das sie dem König widmete, der "not amused" war. Eine kluge, mutige und sehr moderne Frau!
Empfehlung: Lesen !!!
Samstag, 15. Mai 2010
Neue Rubrik: Vorbilder
Schon seit längerem trage ich mich mit der Idee, eine neue Rubrik zu eröffnen und sie all denen zu widmen, von denen ich etwas Besonderes gelernt habe, die ich in irgendeiner Weise bewundere, die beispielhaft etwas geschrieben oder getan haben, Vorbilder also! Für mich, aber vielleicht nicht nur für mich!
Bisher haben oft gerade solche Leute Aufmerksamkeit von mir bekommen, über die ich mich besonders geärgert habe. Diesen Ärger will ich nicht klein reden, außerdem hat es mir gut getan, ihn zu äußern und dadurch ein Stück weit loszuwerden. Aber eine solche Orientierung wird schnell zu einem Fass ohne Boden und hat so wenig Zukünftiges!
Indem ich damit jetzt verstärkt auch Positives in meinem blog veröffentlichen möchte (wobei meine gesammelten Zitate allerdings auch schon überwiegend in diese Richtung gingen), werde ich im winzigen Umfang dazu beitragen, dass mehr "Geist" im Internet verbreitet wird und nicht nur der "Ungeist" der Ärgernisse über irgendwelche eingebildeten Leute, die in maßloser Überschätzung der Bedeutung ihrer Person anderen gegenüber übergriffig geworden sind.
